Gesetz: Unterschied zwischen den Versionen

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4. Als Amtspersonen gelten freie Personen, die im dienste von Tel Avadi amtliche Tätigkeiten ausführen. Sie unterstehen im besonderen Maße den Gesetzen und sollen bei Vergehen nur von Amir persönlich verurteilt werden.
 
4. Als Amtspersonen gelten freie Personen, die im dienste von Tel Avadi amtliche Tätigkeiten ausführen. Sie unterstehen im besonderen Maße den Gesetzen und sollen bei Vergehen nur von Amir persönlich verurteilt werden.
  
5. Vor Amtsantritt müssen die Personen einen Eid auf den Amir und das Volk Tel Avadis leisten. Wird der Eid gebrochen, so soll die Person von seinem Dienst entlassen werden und alle Vorzüge seines Amtes verlieren. Zudem darf die Person nicht mehr wieder gewählt werden.  
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5. Vor Amtsantritt müssen die Personen einen Eid auf den Amir und das Volk Tel Avadis leisten. Wird der Eid gebrochen, so soll die Person von seinem Dienst entlassen werden und alle Vorzüge seines Amtes verlieren. Zudem darf die Person nicht mehr wieder gewählt werden.
  
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6. Eine jede Amtsperson, die unehrenhaft aus ihrem Amt und ihren Pflichten scheidet, soll ab dem Tag als Eidbrecher gelten. Dem Eidbrecher soll es nicht mehr gestattet sein, sich wieder auf amtliche Posten zu bewerben.
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7. Eine jede Amtsperson, die ihr Amt und ihre Pflichten aufgeben muss, darf dies nur mit einem triftigen Grund und der Zustimmung des Rates tun. Erhält die Amtsperson diese Zusage, so wird sie ehrenhaft von dem Amir aus dem Rat entlassen und es ist ihr nichts weiter anzulasten.
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8. Einem jeden Bürger, der Vorstrafen hat, wird es nicht gestattet sein sich auf Amtsposten zu bewerben. Diese Personen gelten nicht als vertrauenswürdig genug, um seine Exzellenz, den Amir von Tel Avadi, repräsentieren zu können.
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9. Jedem Verbrecher und Eidbrecher soll es gestattet sein, Wiedergutmachung leisten zu dürfen. So soll diese Person ein ganzes Jahr das Vertrauen des Amirs und des Rates durch gemeinnützige Arbeit zurückgewinnen können. Erhält er die Zustimmung des Amirs und des Rates, so soll der Richter ihn straffrei sprechen.
  
 
== II. Tafel: Prozessrecht ==
 
== II. Tafel: Prozessrecht ==

Aktuelle Version vom 17. Juni 2021, 10:54 Uhr

Die Gesetze von Tel Abim gelten im Namen seiner Magnifizienz, des Sultans von Tel Abim, möge er sich eines langen Lebens und vieler gesunder Nachkommen erfreuen.

Die Gültigkeit dieser Gesetze erstreckt sich über alles Land, welches im Namen seiner Magnifizienz, des Sultans von Tel Abim, er sei gepriesen, in Anspruch genommen wird. Es gilt für jede Person, die innerhalb dieses Bereiches ihr Auskommen hat. Ausgenommen davon sind lediglich Repräsentanten fremder Mächte, denen seine Magnifizenz Gastrecht gewähren, und direkt seiner Magnifizienz unterstellte Personen, auf die lediglich das gesprochene Wort des Sultans von Tel Abim angewendet werden darf.

Die folgenden, aufgeführten Punkte gelten als nicht veränderlich, es sei denn, dass es sich um die Weisung seiner Magnifizienz oder eines von ihrer Magnifizienz direkt bevollmächtigten Person handelt.

<es wurde neu in den Stein gemeißelt:>

Untote Geschöpfe mit einem freien Willen werden vor dem Gesetz von Tel Abim als lebende Geschöpfe betrachtet und sind demnach zu allem im Stande, zu dem auch Lebende im Stande sind.

I. Tafel: Bürgerrecht

1. Wer sich im vom Sultanat von Tel Abim beanspruchten Gebiet aufhält, der steht unter dem direkten Schutz seiner Magnifizienz des Sultans von Tel Abim.

2. Es gibt drei Arten von Rechtsperson im von Tel Abim beanspruchten Gebiet: Es gibt Freie, es gibt Gäste, und es gibt Sklaven. Als freie Person gilt ein Jeder, der entweder Kind freier Eltern ist, die im Sultanat leben, oder als freie Person eingereist ist, um hier zu leben, oder aber als Sklave seinem Besitzer, der im Sultanat lebt, freigelassen worden ist. Wer als Sklave eines Reichs, mit dem das Sultanat sich im Krieg befindet, nach Tel Abim einreist, der ist sofort als frei zu betrachten.

3. Das Gesetz des Sultans sieht vor, dass Gäste, also Personen, die einreisen, um hier Geschäfte privater oder öffentlicher Natur zu tätigen, zu behandeln sind wie jeder Freie, auch, wenn ihnen nicht die gleichen Rechte zustehen.

4. Als Amtspersonen gelten freie Personen, die im dienste von Tel Avadi amtliche Tätigkeiten ausführen. Sie unterstehen im besonderen Maße den Gesetzen und sollen bei Vergehen nur von Amir persönlich verurteilt werden.

5. Vor Amtsantritt müssen die Personen einen Eid auf den Amir und das Volk Tel Avadis leisten. Wird der Eid gebrochen, so soll die Person von seinem Dienst entlassen werden und alle Vorzüge seines Amtes verlieren. Zudem darf die Person nicht mehr wieder gewählt werden.

6. Eine jede Amtsperson, die unehrenhaft aus ihrem Amt und ihren Pflichten scheidet, soll ab dem Tag als Eidbrecher gelten. Dem Eidbrecher soll es nicht mehr gestattet sein, sich wieder auf amtliche Posten zu bewerben.

7. Eine jede Amtsperson, die ihr Amt und ihre Pflichten aufgeben muss, darf dies nur mit einem triftigen Grund und der Zustimmung des Rates tun. Erhält die Amtsperson diese Zusage, so wird sie ehrenhaft von dem Amir aus dem Rat entlassen und es ist ihr nichts weiter anzulasten.

8. Einem jeden Bürger, der Vorstrafen hat, wird es nicht gestattet sein sich auf Amtsposten zu bewerben. Diese Personen gelten nicht als vertrauenswürdig genug, um seine Exzellenz, den Amir von Tel Avadi, repräsentieren zu können.

9. Jedem Verbrecher und Eidbrecher soll es gestattet sein, Wiedergutmachung leisten zu dürfen. So soll diese Person ein ganzes Jahr das Vertrauen des Amirs und des Rates durch gemeinnützige Arbeit zurückgewinnen können. Erhält er die Zustimmung des Amirs und des Rates, so soll der Richter ihn straffrei sprechen.

II. Tafel: Prozessrecht

1. Jeder Freie hat das Recht, einen Verteidiger in seine Dienste zu nehmen, der ihn im Prozess vertreten soll. Wenn der Freie davon keinen Gebrauch machen kann, da er es seine Möglichkeiten nicht gestatten, einen Verteidiger zu bezahlen, so ist es dem Gericht gestattet, einen Verteidiger zu verpflichten.

2. Jeder Prozess von öffentlichem Interesse hat in der Öffentlichkeit auf einem öffentlichen Platz stattzufinden. Auch Bestrafungen haben öffentlich und für jeden sichtbar stattzufinden.

3. Es ist verpflichtend, das ein Bruch des Gesetzes angeklagt wird, bevor ein Prozess stattfindet. Ausgenommen davon sind alle Verbrechen. Diese werden auch vor Gericht gebracht, wenn sie nicht durch einen Kläger vorgebracht werden.

4. Wenn ein Kläger jemanden vor das Gericht ruft, indem er ihn anklagt, so soll der Angeklagte vor Gericht erscheinen. Wenn der Angeklagte sich drückt oder eine Flucht vorbereitet, so soll der Richter ihn festnehmen lassen. Wenn der Angeklagte nicht dazu in der Lage ist, vor Gericht zu erscheinen, weil er krank ist, dann soll er nötigenfalls zum Gericht getragen werden.

5. Wenn der Kläger seine Anklage im Prozess zurückzieht, dann soll der Richter die zu Grunde liegenden Gründe herausfinden. Handelt es sich um Bestechung, Bedrohung oder einen ähnlichen Tatbestand, so sind Täter und bei Bestechung Kläger zu bestrafen. Der Täter ist hierbei zu bis zu fünf Stockhieben zu verurteilen, der Empfänger soll das Empfangene seinem Kult spenden und kann durch bis zu zwei Stockhiebe bestraft werden.

6. Für einen Freien kann lediglich ein Freier bürgen.

7. Sklaven müssen vor Gericht von einem Vormund oder einem selbst gewählten Verteidiger vertreten werden.

8. Wenn ein geladener Zeuge nicht vor Gericht erscheint, dann soll die dadurch gehinderte Partei alle drei Tage vor sein Haus treten und öffentlich sein Erscheinen einfordern.

9. Wer vor Gericht die Unwahrheit spricht, der ist zu bestrafen. Kläger, Ankläger und Zeugen haben vor Gericht einen Eid zur Wahrheit auf ihren Kult abzulegen. Wer falsches Zeugnis ablegt, der soll durch bis zu zwanzig Stockhiebe bestraft werden.

III. Tafel: Schuldrecht

1. Wer einem Anderen Geld schuldet, der ist dazu verpflichtet, dieses Geld zurückzahlen.

2. Für eine vom Gericht ausgesprochene Geldstrafe ist eine Tilgungsfrist von dreißig Tagen rechtens.

3. Es ist im Sultanat von Tel Abim verboten, Geld auf Zinsen zu verleihen. Stattdessen sollen Gebühren auf das geliehene Geld verlangt werden, bei denen es sich von vorneherein um einen festgelegten Betrag handelt, der vom Schuldner zurückgezahlt werden muss. Wer Zins verlangt, der sei durch bis zu dreißig Stockhiebe zu bestrafen.

4. Wer nicht zurückzahlt, was er einem Anderen schuldet, und niemand erklärt sich vor Gericht dazu bereit, für ihn zu bürgen, der soll in Fußketten von mindestens fünfzehn Pfund gelegt werden, bis er seine Schulden beglichen hat.

5. Verlässt ein Schuldner das Sultanat, ohne seine Schulden beglichen zu haben, und kehrt er für neunzig Tage nicht zurück, so kann der dadurch Geschädigte dies anklagen. Der Schuldner soll dann im Sultanat als geächtet betrachtet werden.

IV. Tafel: Besitzrecht 1, Sklaven

1. Sklave ist, wer das Kind zweier Sklaven ist und im Sultanat geboren wurde, oder der vom Gericht zum Sklaven gemacht wurde, oder wer von einem Freien, der im Sultanat lebt, gekauft wurde, ohne vorher im Sultanat ein Freier gewesen zu sein.

2. Das Kind eines Sklaven ist erst ab dem sechzehnten Lebensjahr zu verkaufen. Wer mit Kindern handelt, der ist zu bestrafen. Man soll ihm die Kinder fortnehmen und für jedes Kind zwei Goldstücke seines Besitzes pfänden. Die Kinder sollen zu Familien gegeben werden, die die Goldstücke erhalten, und als Freie erzogen werden. Der Kinderhändler aber soll ferner bis zu einhundert Peitschenhiebe bekommen und sein Name soll öffentlich einsehbar in eine Tafel gemeißelt werden.

3. Ein Sklave darf vor Gericht treten, wenn er von seinem Besitzer unnötig brutal behandelt wird oder nicht versorgt werden kann. Tritt ein Sklave vor Gericht, so benötigt er einen Verteidiger, den das Gericht zu verpflichten hat. Wer seinen Sklaven unnötig brutal behandelt oder ihn nicht versorgen kann, dem darf das Gericht seine Sklaven wegnehmen. Das Gericht darf diese Sklaven dann für ein Mindestgebot von einem Goldstück öffentlich versteigern, wobei mit diesem Geld ein Auktionator zu bezahlen ist und der restliche Betrag in den Besitz des Sultanats überzugehen hat. Dabei soll es dem Sklaven gestattet sein, selbst mitzubieten. Wer seinen Sklaven unnötig brutal behandelt, der soll bestraft werden, indem das Gericht einen Sklaven auswählt, der nicht der anklagende Sklave ist. Dieser Sklave soll dem Täter dann antun, was er dem Sklaven angetan hat.

4. Zeugt ein Freier mit einem Sklaven ein Kind, so ist dieses Kind ein Freier und der Freie ist verpflichtet, sein Kind zu unterhalten. Ferner ist es ihm nicht gestattet, die Mutter oder den Vater des Kindes zu verkaufen, bevor das Kind das sechzehnte Lebensjahr erreicht hat.

5. Wer kranke Sklaven verkauft und ihre Krankheit nicht bekannt gibt, der ist zu bestrafen. Für ihn sind bis zu zwanzig Hiebe mit einem Stock vorgesehen, außerdem soll er die Sklaven zum vereinbarten Preis zurückkaufen.

6. Wer Sklaven verkauft, die Krieger waren, und dies nicht bekannt gibt, der ist zu bestrafen. Für ihn sind bis zu zwanzig Peitschenhiebe vorgesehen, außerdem soll er die Sklaven zum doppelten Preis abkaufen.

7. Es ist verboten, Zauberkundige als Sklaven zu verkaufen oder Sklaven Zauberei beizubringen. Wer Sklaven Zauberkunst beibringt oder zauberkundige Sklaven wissend verkauft, dem soll die Zunge genommen werden. Wer der Zauberei mächtig ist, und Sklave wird oder bereits Sklave ist, dem soll die Zunge ebenfalls genommen werden.

8. Wer einen nach den Gesetzen des Sultanats Freien oder als Gast Geltenden versklavt, der soll bestraft werden. An des Freien oder Gasts statt soll er nämlich versklavt werden. Sein Vermögen soll nach dem Erbrecht behandelt werden.

9. Der Sklave hat ein Recht auf angemessene Unterbringung. Ihm steht eine Schlafstätte zu, die ihm ermöglicht im Liegen zu schlafen. Die Schlafstätte muss mindestens seine eigene Länge bemessen.

10. Kein Sklave darf unter Hunger leiden - außer es dient zur Züchtigung. Es soll ihm ausreichend Mahl am Tage zur Verfügung stehen. Sollte der Besitzer seinen Sklaven unnötig unter Hunger leiden lassen, so soll er zur Strafe eingesperrt werden und genauso lange unter Hunger leiden, wie der Sklave es tat.

11. Einem Sklaven steht der unabhängige Kontakt zur Außenwelt zu, beispielsweise durch Briefverkehr.

12. Kein Sklave darf unnötig geschlagen werden. Körperliche Gewalt darf nur bei Ungehorsamkeit und bei Aufbegehren angewendet werden. Der Besitzer bestimmt, wie viel Gewalt von Nöten ist, um den Sklaven zu züchtigen. Sollte der Sklaven die Strafen als zu hart empfinden, so soll er sich an eine Wache wenden und seine Beschwerde soll vor den Richter getragen werden.

13. Es soll den Wachen nicht verwehrt werden, in einem Ernstfall einen Sklaven sprechen zu dürfen. Sollte es doch geschehen, dann soll der Besitzer mit 10 Stockhieben geschlagen werden. Auch soll dem Sklaven nicht verwehrt werden mit einem selbst gewählten Verteidiger zu sprechen, sollte er es wünschen und ein Prozess in Bälde stattfinden. Das Gericht hat dabei das letzte Wort.

V. Tafel: Besitzrecht 2

1. Was jemand mit seinem Vermögen tut, das ist seine Sache und soll so rechtens sein, sofern es nicht gegen die Gesetze des Sultanats verstößt.

2. Wer ein Grundstück hat, über das ein öffentlicher Weg führt, der soll diesen Weg befestigten. Ist der Weg nicht mit Steinen befestigt, so darf jeder, der dort entlang geht, überall entlang gehen.

3. Jeder Freie soll sein Vermögen so vererben, wie er es für richtig hält, und es soll so rechtens sein, sofern es nicht gegen die Gesetze des Sultanats verstößt. Sklaven können nur dann erben, wenn sie per Testament von ihrem Besitzer freigelassen wurden.

4. Wer stirbt ohne ein Testament gemacht zu haben, dessen Vermögen soll an seine Verwandten gehen, sofern sie Freie nach dem Gesetz des Sultanats sind. Sind die Verwandten nicht zu finden, so sollen sich drei Bürgen finden, die bestätigen können, dass einer von ihnen ein guter und enger Freund des Verstorbenen war, und er soll dieses Vermögen erben.

5. Wer rasend wahnsinnig ist, dessen Vermögen soll von seinen Verwandten behütet werden, sofern sie Freie nach dem Gesetz des Sultanats sind. Sind keine Verwandten zu finden, so ist sein Vermögen vom Richter einzuziehen und einer vertrauenswürdigen Person zu übergeben.

6. Jedem Freien ist es gestattet ein Geschäft zu führen, solange dieses nicht gegen die Gesetze verstößt. Dies soll er ab dem Tage seiner Beantragung unter seinem Namen und Verantwortung tun. Ihm soll nur ein Gebäude zur Verfügung gestellt werden. Der Wechsel der Besitzer soll gemeldet und beglaubigt werden. Wenn das ohne das Wissen der Verantwortlichen geschieht, so ist es nicht Rechtens und die Geschäftsräume sollen eingezogen werden.

7. Das Hoheitsgebiet des Küstenmeeres des heiligen Sultanats reicht, wie weit das Auge von der Küste aus sehen kann, was durchschnittlich 5 Kilometern oder 2,5 Seemeilen entspricht. Das gesamte Gebiet unterliegt uneingeschränkt der Souveränität des Sultanats und dessen Gesetzen. Alles darüber hinaus gilt als Hohe See und liegt nicht im Schutz seiner Magnifizenz, des Sultans von Tel Abim.

8. Jegliche innerhalb des Hoheitsgebiets vom Meeresgrund geborgenen Schätze und Wertgegenstände sind demnach der Verwaltung der nächsten Siedlung zu melden. Sollte dies nicht geschehen, wird dies als Diebstahl angesehen und das Vergehen wird mit voller Härte wie auf VI.Tafel ‘Vergehen’ Artikel 4 festgehalten, bestraft.

VI. Tafel: Vergehen

1. Wer einen üblen Zauber über jemanden oder seinen Besitz spricht, der soll bestraft werden. Für ihn sind bis zu einhundert Stockhiebe oder bis zu fünfzig Peitschenhiebe vorgesehen.

2. Wer jemandem übel nachredet, der soll bestraft werden. Er soll öffentlich auf den Marktplatz treten und sich Gehör verschaffen, und anschließend kundtun, was er wem nachgesagt hat und dass es falsch und unrecht war. Außerdem soll er dem Geschädigten bis zu fünfzehn Silberstücke bezahlen.

3. Wenn ein Freier einen anderen Freien oder Gast ohne Waffen verletzt, so soll der Täter bestraft werden, wenn sie sich nicht einigen. Gleiches soll hier mit Gleichem vergolten werden. Wer den Sklaven eines anderen ohne Waffen verletzt, der soll bestraft werden. Er soll bis zu fünfzig Silberstücke an den Besitzer des Sklaven bezahlen. Ein Sklave, der einen Freien ohne Waffen verletzt, soll bestraft werden, indem er für bis zu sieben Tage in den Kerker gesperrt wird und bloß Wasser bekommt, außerdem soll man ihm je nach Schwere die Füße blutig hauen.

4. Wer einen Diebstahl begeht, der soll bestraft werden. Dabei soll er entweder bis zu fünfzig Stockhiebe bekommen, oder man soll ihm, wenn er schon früher gestohlen hat, erst die Ohren schlitzen, danach die Nase und danach die Wange jedoch immer nur eines davon. War er dabei bewaffnet, so ist dies zu bedenken und die Strafe kann auf bis zu einhundert Peitschenhiebe erhöht werden, außerdem soll man ihm einen Finger abschneiden.

5. Wer Diebesgut kauft und weiß, dass es solches ist, der soll mit bis zu einhundert Stockhieben bestraft werden.

6. Wer andere betrügt, der soll bestraft werden, indem man ihn öffentlich sein Vergehen und seine Falschheit beschreien lässt und er bis zu fünfzehn Peitschenhiebe bekommt.

7. Wer jemandes Eigentum mutwillig zerstört, der soll bestraft werden. Er soll öffentlich an den Marktplatz treten und sein Vergehen laut verkünden und gestehen, dass es Unrecht war. Anschließend soll man ihm je nach Schwere, die Finger der rechten Hand brechen. War der Schaden groß, so soll man ihn zusätzlich öffentlich mit bis zu 50 Peitschenhieben je nach Rasse strafen.

8. Wer Amtspersonen beleidigt, der soll auf den Markt treten, zugeben was er getan hat und sich bei der Amtsperson entschuldigen. Sollte er sich weigern, dann soll man ihn mit einem Stock 10 Mal schlagen.

9. Wer eine Amtsperson angreift und verletzt, dem soll man die Finger der rechten Hand brechen. Zudem soll er 15 Silberstücke an die Amtsperson als Entschädigung zahlen.

VII. Tafel: Kultisches Recht

1. Es ist jedem Freien im Sultanat von Tel Abim gestattet, seinen Kult auszuüben, sofern er sich oder andere dabei nicht in den Bund mit dunklen Mächten begibt, die den Frieden oder das Sultanat bedrohen.

2. In der Öffentlichkeit zu predigen ist lediglich auf dem Marktplatz erlaubt.

3. Es ist nicht erlaubt, innerhalb der Stadtgrenzen und abseits gekennzeichneter Flächen, einen Toten zu beerdigen oder zu verbrennen. Gekennzeichnete Flächen bilden die Katakomben des Trolltempels und der kirchliche Friedhof.

4. Es ist verboten, am Altar seines Kultes, die Banane als Opfer dazubringen.

5. Wer dunkle Mächte anbetet, der soll bestraft werden, indem man ihn zu Tode stranguliert.

6. In jeder Predigt ist der Sultan von Tel Abim im Guten zumindest einmal zu erwähnen.

7. Es soll bei Nacht kein Tier geopfert werden, und auch nicht an einem Ort, der einem anderen Kult, als dem opfernden, heilig ist.

8. Niemandem ist aufgrund seines Kultes zu verbieten, sich der Öffentlichkeit dienstbar zu machen.

9. Es ist beim Tode verboten, den Froschgötzen von Jakumash anzubeten.

VIII. Tafel: Verbrechen

1. Wer einem anderen seinen Sklaven stiehlt, der soll bestraft werden, indem er den Sklaven zurückgibt und einen Finger verliert.

2. Wer ein Kind schändet, der soll bestraft und geächtet werden. Zu Bestrafen ist er mit dem Tod, vorher aber soll man ihn kastrieren oder ihm die Brüste reißen, danach soll er verbluten.

3. Wer einen Mord begeht, der soll des Todes sein. Es obliegt dem Richter, die genaue Strafe zu bestimmen, empfohlen wird es aber, ihn zu strangulieren.

4. Wer sich des Verrats am Sultanat von Tel Abim oder an seiner Magnifizienz, dem Sultan von Tel Abim, schuldig macht, der soll bestraft werden, indem man ihn blendet.

5. Wer Sklaven zum Aufstand bewegt, der soll des Todes sein und geächtet werden. Man soll ihn im Dung ertränken. Wer aufständischen Sklaven hilft, der soll bestraft werden, indem man ihn aus dem Sultanat verbannt und seinen Besitz pfändet.

6. Wer vergewaltigt hat, der soll bestraft werden, indem man ihn kastriert oder die Brüste reißt, dann soll er verbluten.

7. Wer einen Anderen mit Waffe verletzt, der soll bestraft werden, in dem man ihm mit einer Keule den Waffenarm bricht. Sollte die Verletzung schwer sein, so ist es am Richter, weitere Strafen festzulegen. Angriffe durch gehaltene Tiere werden als ein Angriff mit einer Waffe angesehen. Geht von den Tieren eine allgemeine Gefahr für die Bevölkerung aus, so wird es zusätzlich erschossen.

8. Wer einen Freien entführt oder seiner Freiheit beraubt, der soll bestraft werden, indem man ihn bei Wasser und Brot in einen kleinen Raum einmauert, solange wie er sein Opfer entführte.

9. Wer Zauberkunst einsetzt, um jemanden zu verletzen, der soll bestraft werden, indem man ihn mit einem ähnlichen Zauber verletzt.

10. Wer durch Zauberei mordet, der soll des Todes sein, indem man ihn zuerst mit Zauberei schwer verletzt und dann langsam sterben lässt.

IX. Tafel: Militärisches Strafgesetz

Einleitung

1. Den heiligen Kriegsgesetzen von Tel Avadi unterworfen sind: a) Die Personen, die sich dem Tel avadischen Heer angeschlossen haben. b) Personen im aktiven Dienst, bis zu ihrer offiziellen Entlassung.

2. Militärpersonen sind ab Dienstantritt dazu verpflichten, die Kriegsgesetze einzuhalten, ungeachtet ihrer persönlichen Werte und Vorstellungen. a) Zuwiderhandlungen werden dem Richter gemeldet und nach den Gesetzen bestraft

3. Strafbare Handlungen der Militärperson, die gegen die allgemeinen Gesetze von Tel Avadi verstoßen, werden nach den allgemeinen Gesetzen von Tel Avadi verurteilt.

4. Die Kriegsgesetze Tel Avadis gelten: a) Für die Dauer des vom Amir, oder einer entsprechend bevollmächtigten Person, ausgerufenen Kriegszustandes. b) Für Kriegsgefangene, die sich freiwillig ergeben haben.

5. Die körperlichen Strafen sollen der Rasse entsprechend angepasst werden und bei Völkern wie Trollen und Orks härter ausfallen, als z.B bei Menschen. Anpassungen trifft der Richter nach eigenem Ermessen.

6. Der vom Volk gewählte Minister der Sicherheit soll das Heer mit bestem Wissen und Gewissen anführen. Im Zweifelsfall soll der Rat per Mehrheitsentscheid gegen ihn stimmen können.

7. Die Todesstrafe ist durch öffentliche Hinrichtung zu vollstrecken.

8. Erfolgt die unehrenhafte Entlassung aus dem Heer, wird die entlassene Person zur Strafe am Körper gekennzeichnet. Damit soll Jeder wissen, dass er unehrenhaft entlassen worden ist.

Erster Teil

9. Respektloses Verhalten gegenüber Anderen, ungeachtet ihres Ranges, soll bestraft werden. Der Soldat soll vor einem ranghöheren Offizier bekannt geben, was er falsch getan hat und 10 Tage lang die Latrinen putzen. Sind keine Latrinen zugegen, soll er die Bettschüsseln säubern. a) Respektloses Verhalten gegenüber Ranghöheren Personen soll mit bis zu 15 Stockhieben bestraft werden. Zudem soll der Soldat die hier gelisteten Kriegsgesetze lernen. (Siehe 5)

10. Wer den Befehlen eines ranghöheren Soldaten nicht Folge leistet, der soll öffentlich mit 20 Hieben ausgepeitscht werden. (Siehe 5.) (Ist der Befehl unmoralisch und verstößt gegen die Gesetze von Tel Avadi, so soll dies dem Kommandanten des Heeres gemeldet werden, der dann entsprechend Maßnahmen treffen soll.) a) Bei wiederholter Verweigerung, soll der Soldat aus dem Heer unehrenhaft entlassen werden.

11. Wer seine Kameraden mit einer Waffe oder einem Zauber mutwillig verletzt, dem soll der Waffenarm mit einem Schlagstock gebrochen werden. Danach soll er vom Kriegsfeld fern bleiben und das Lazarett unterstützen.

12. Wer einer feindlichen Macht mutwillig Informationen zukommen lässt, die den verbündeten Truppen schadet, der begeht Hochverrat. Die Strafe ist die öffentliche Hinrichtung oder die Sklaverei.

13. Wer den Verbündeten mutwillig schadet, um die feindliche Macht zu stärken, der begeht Hochverrat. Die Strafe ist die öffentliche Hinrichtung oder die Sklaverei.

14. Entfernt sich ein Soldat unerlaubt von seiner Truppe oder der Schlacht, der begeht Fahnenflucht und soll mit bis zu 30 Peitschenhieben bestraft werden. a) Bei Wiederholung tritt zusätzlich die unehrenhafte Entlassung in Kraft.

15. Wer Kriegsgefangene zum eigenen Vergnügen foltert, oder vergewaltigt, der soll unehrenhaft entlassen werden. Zu dem soll man ihm bei Folter die Ohren und die Nase schlitzen und bei Vergewaltigung kastrieren.

16. Wer Kriegsgefangene eigenmächtig befreit, der soll stattdessen bei Wasser und Brot bis zu 15 Tage im Käfig gefangen sein und danach aus dem Heer entlassen werden.

17. Wenn ein ranghöherer Offizier seinen Rang missbraucht, um anderen Personen zu schaden, der soll mit 20 Stockhieben geschlagen und degradiert werden. (siehe 5.)

18. Der Kommandant des Heeres ist dazu verpflichtet die Leben seiner Soldaten zu schützen. Taktische Feldzüge sollen zum Gunste des Sieges und des Erhalten des Lebens der Soldaten durchgeführt werden. Es sollen nicht Männer und Frauen unnötig geopfert werden. Wenn ein Kommandant, oder Feldkommandant seine Männer wissentlich in den Tod führt, der soll unehrenhaft entlassen werden. Über weitere Strafen soll der Amir selbst entscheiden.

Zweiter Teil

Ränge:

I. Der Kommandant des Heeres (Der Kommandant befehligt das gesamte Heer)

II. Der Truppenkommandant (Wird vom Kommandanten ernannt und befehligt seine Truppe)

III. Der Offizier (Wird vom Truppenkommandant ernannt und befehligt stellvertretend seine Truppe)

IV. Der Soldat

V. Der Rekrut

VI. Die Gemeinen (Mitglieder der Sanitäter-Einheit. Sie unterstützen die Heilkundigen des Heeres im Lazarett)

X. Tafel: Natur- und Tierschutz

1. Die Wälder unterliegen dem Schutz des Sultanats und den Gesetzen Tel Avadis.

2. Wer der Natur mutwillig und ohne einen wertvollen nutzen schadet, der macht sich strafbar. Die Person soll für 3 Tage und 3 Nächte im Wald an einen Baum gefesselt werden, ohne Nahrung und Wasser und dem Zorn der Grünkinder überlassen sein. a) Brandstiftung gilt ebenso als mutwillige Zerstörung der Natur und soll gleich bestraft werden.

3. Wer Tiere zum eigenen Vergnügen foltert und ohne einen triftigen Grund tötet, der soll in eine Grube mit einem wilden Tier ohne Schutzkleidung und Waffen geworfen werden und um sein Überleben kämpfen. Schafft er es lebend aus der Grube heraus, gilt er als freier Mann. a) Wiederholt er seine Verbrechen, dann soll er gegen mehrere Tiere gleichzeitig um sein Überleben kämpfen.