Bestiarium von Farhat al'Sultan

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Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser!

Dieser Guide steht in der Tradition von Bestiarium und Herbarium, die jedoch hiermit ihre Gültigkeit verlieren und bald archiviert werden.

Wie bei unserem vorherigen Beitrag werden wir sowohl Lore-Tiere als auch RL-Tiere und selbst ausgedachte Tiere verwenden. Doch dazu sei folgendes gesagt: Mit beinahe jedem AddOn bringt Blizzard neue Wesen und Kreaturen in die Welt von Warcraft ein und erschafft damit völlig neue Lore. Hätte man vor BfA beispielsweise gesagt, es gäbe Flusspferde auch in WoW, dann hätten die Meisten vermutlich gesagt, dass es diese nur auf Draenor gegeben habe. Entsprechend sind wir eher kreativ und frei verfahren, als wir uns Gedanken zur Flora und Fauna dieser Insel gemacht haben. Wo in der Lore steht geschrieben, dass es in WoW keine Spatzen gibt? Sicher, es ist nicht der phantasiereichste Vogel. Aber muss in einer Welt denn wirklich jedes Tier Feuer speien, magische Kräfte haben oder von Drachen abstammen? Genügt es nicht manchmal für das Rollenspiel auch, wenn ein Spatz einfach nur ein Spatz ist?

Die IC-Texte im Guide sind allesamt aus Büchern entnommen, die IC im Gouverneurspalast der Siedlung ausliegen und dort gelesen werden können.

Es obliegt ganz euch, zu entscheiden, welche Informationen aus diesem Guide ihr für eure Charaktere einsetzen wollt. Dennoch gilt hier:


Die Biotope Farhat al'Sultans

Einleitung

„Im Süden da gibt es ein Archipel vieler Inselchen. Wenn man den Schriften des wohlgelehrten Angus Kupferbraue Glauben schenken will, so können wir annehmen, dass diese Inseln Bruchstücke des alten Kontinents Kalimdor sind, die als die Welt auseinander gerissen wurde zwischen den beiden neuen Kontinenten blieben. Die größte dieser Inseln trägt den Namen Tel Abim und wird vom Sultan beherrscht, doch ist das Ziel meiner Reise die Kolonie Farhat al'Sultan, wo ich vom Gouverneur Halil Rafiq dazu eingeladen worden bin, besagtes Eiland zu erforschen. Im folgenden Text will ich, unter Zuhilfenahme einiger Autoren, die vor mir schrieben, von deren Werken ich Abrschriften bei mir habe, näher auf die Beschaffenheit der Tier- und Pflanzenwelt dieser erstaunlichen Insel eingehen.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Insgesamt gibt es die folgenden großen Biome auf der Insel Farhat al'Sultan:

Im zentralen Norden der Insel erstreckt sich ein dicht bewaldetes Gebiet, der Bärenhain genannt wird. Im nordwestlichen Teil liegt das waldreiche und mystische Nebelmoor. Im Nordosten befindet sich ein Regenwald, der schlicht Dschungel genannt wird. Zentral auf der Insel erhebt sich ein mächtiges Gebirge, die Roc-Zacken. Westlich davon erstreckt sich weit und trocken eine Klagetal genannte Savanne. Südlich davon liegt eine öde, weite Sandwüste, die aufgrund der hellen Farbe des Sands Aschenwüste genannt wird.

Solltet ihr auf der Suche nach den Bewohnern des Meeres oder anderer Gewässer innerhalb und um die Insel sein, findet ihr sie hier: Gewässer !

Bestiarium von Farhat al'Sultan

Basilisk

„Der Basilisk, die teilweise bis dauerhaft landlebende Variante des Krokilisk. Beide Kreaturen mit ihren sechs Beinen teilen offenbar einen gemeinsamen, möglicherweise elementaren, Vorfahren. Das fällt uns bei den Basilisken des südlichen Meeres besonders gut auf, ähnlich wie bei denen der Verheerten Inseln kann man diese Spezies gut von den echten Basilisken unterscheiden, aber schwerer von den Krokilisken. Ihre Schnauze ist langgezogen, wie bei den Krokilisken, gleichzeitig weist ihr Rücken einen schweren Panzer auf, wie bei den echten Basilisken. Gleichzeitig besitzt er Stacheln, vielleicht Überreste einer dorsalen Rückenflosse, so wie Schwimmflossen zwischen seinen Zehen. Gleichzeitig darf man ihn nicht zu sehr für einen Krokilisken halten, denn sein Blick, wenn er ihn erst auf ein Opfer fokussiert hat, ist in der Lage Muskulatur und Außenhaut erstarren zu lassen. Diese typische "Versteinerung" lähmt das Opfer für gewöhnlich für einige Momente und erlaubt es dem schweren Kiefer des Tieres, seine Knochen zu brechen und es so zu lähmen, wenn es wieder aus seiner Erstarrung "auftaut".“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Der Basilisk ist ein Prädator des Südens. Im Norden von Farhat al'Sultan wurde er in den Gewässern und im Meer durch den beweglicheren und deutlich besseren Schwimmer, den Krokilisken, verdrängt. Dennoch besitzt der Basilisk noch eine Nische in den südlichen, trockenen Regionen der Insel. Er setzt sich vor allem durch seinen kräftigen Panzer gegen andere Raubtiere durch und fällt geübten Jägern nicht so schnell zum Opfer. Bei seinem "Versteinernden Blick" handelt es sich um eine geringe Form irdener Magie, die offenbar Muskelverspannungen zur Folge hat und oftmal mit einer staubigen, versteinerten Schicht über der Haut einhergeht die sich während dieses Prozesses bildet. Das Opfer wird gelähmt um möglichst wenig Widerstand zu leisten. - Je größer das Opfer, desto höher die Chance großen Teilen dieser Erstarrung zu widerstehen. Diese Tiere halten sich vor allem in der Aschenwüste und im südlichen Klagetal auf. Einerseits scheinen sie akzeptable Schwimmer im Süßwasser zu sein, andererseits nehmen sie auch gerne die Rolle eines Lauerjägers in den Felsklüften und auf Orange-braunen Felsen ein.

Ihren steinernen Rückenpanzer erschaffen sie durch das verzehren von Gestein, wobei ihr Muskelmagen durch äußerst ätzende Säure in der Lage ist sogar Quarzgesteine zu zersetzen und als Flüssigkeit auf dem Rücken wieder auszuscheiden, wodurch der steinerne Panzer aus der Lösung ausfällt und rekristallisiert. Entsprechend sind diese Kreaturen auch in der Lage sich als sonderbar geformte Steine zu tarnen. Ihre Zähne sind desweiteren hart genug um sich mit entsprechendem Gestein zu messen. Viele dieser Teile des Basilisken finden bei Alchemisten großen Anklang.

Verbreitung: Südliches Klagetal, Aschenwüste, seltener Höhlen der Roc-Zacken

Größe: 3 bis 5 Meter, selten Größer

Gewicht: 300 bis 600 Kilogramm

Auftreten: Meistens Einzelgänger


Bergspitzenadler

„Die Adler der Südsee haben keine Chance gegen die unzähligen Gattungen von Papageien und anderen bunten Vögeln die die Himmel über diesen Inseln beherrschen. Erreichen die Inseln jedoch eine gewisse Größe und entwickeln Gebirgsstrukturen, können sich die Falken und Adler in die kühlen Höhen zurückziehen und dort die Stellung gegen die Papageien halten. - Die hiesigen Falken von Tel Avadi, Verwandte des Kalimdoradlers und des Kaiseradlers, die wiederum kleinere Verwandten der "Großen Adler" vom Hochberg sind, haben sich in die Roc-Zacken zurück gezogen und machen von dort aus Jagd in den kleinen Gebirgsseen und -flüssen oder auf die reichhaltigen Fischbestände naher Meeresbuchten oder des großen Flusses im südlichen Klagetal. Ansonsten unterscheiden sie sich kaum von ihren Verwandten in Kalimdor oder Khaz Modan.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Zurückgezogen in der großen Höhe der Gebirgsregionen, den sogenannten Roc-Zacken, verbergen sich die Adler der Insel unter den Schwingen der gewaltigen Pou'akai. Die Pou'akai scheinen andere Vogelwesen auf der Jagd zu verschonen, so kommt es, dass die Nistplätze der Adler sich wie ein Gürtel um die der Pou'akai schlingen und beide Spezies in friedlicher Co-Existenz miteinander verweilen, dabei vertreiben die Adler Kleintiere von den Nestern der Pou'akai und diese wiederum machen Jagd auf größere Kreaturen und Jäger die sich in der näheren Umgebung befinden.

Ihre Federfarbe reicht breit von dunklem Braun bis hin zu reinem Weiß, wobei manche von ihnen einen weiß gefiederten Kopf bewahren und andere nicht. Sie ernähren sich primär von den örtlichen Fischbeständen und Kleintieren.

Verbreitung: Roc-Zacken, seltener Klagetal

Größe: 2 bis 3 Meter Spannweite, selten Größer

Gewicht: 3 bis 6 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger, Pärchen


Braunbär

„Bären gibt es allemal zu viele in unserem Wald - Am Meisten wohl im Osthain! - und sie alle sind fürchterlich. Bald zwei Meter messen sie ja bis zur Schulter, und manche gar vier Schritt, wenn sie aufrecht stehen. Doch wer hat schon Muße, sie zu vermessen, wenn einem die Biester doch ans Leder wollen? Mancher mag ja behaupten, der Bär sei in seinem Leben eher friedlich, aber ich frage hier: Wer, der so spricht, hat einem solchen Vieh schon einmal gegenüber gestanden? Unvergesslich soll das finstere Wesen dieser Bestien werden, wenn sie einen dann mit seinen mächtigen Pranken dreingehauen haben. Und auch wer - Lichtlob! - dies überlebt, der trägt meist die schrecklichsten Narben davon. Der Bär ergötzt sich daran größten Schaden an Wild und Wald anzurichten. Er jagt wohl, was er kriegen kann, und tut dabei noch allerhand verwüsten. Da reißt er kleine Rehkitze, plündert den armen Vögelchen die Nester, frisst zum Ärger des Försters die frischsten Knospen von den Bäumen - Am Liebsten aber isst er der Bienen Honig. Und wenn er den emsigen Tierchen dann den Lohn ihrer harten Arbeit stiehlt, dann wird er meist wüst gestochen - Recht so, verdient hat der Schuft es allemal! Die Krönung dessen aber ist wohl, dass der Bär das halbe Jahr damit zubringt seelenruhig in einer Höhle zu schlafen, faul und vollgefressen. Jetzt ist Deine Zeit gekommen, Waidmann, jetzt kannst Du ihn zur Strecke bringen, denn besser hat er es nicht verdient.“

Wettmund Stäuber, königlicher Jagdvogt im Wald von Elwynn: Das Problem mit dem Bären, eine Denkschrift


Braunbären gibt es eigentlich auf ganz Azeroth. Mancherorten nennt man sie zwar auch Grizzly, doch ist es nach Meinung führender Tierkundler die gleiche Art, die man fast überall antrifft. Da es allerdings so viele verschiedene Unterarten gibt, ist dieser Artikel hier allein auf den Braunbären bezogen, der auf Farhat al’Sultan vorkommt.

Von allen Bären haben sie den kraftvollsten Körperbau und obendrein einen auffälligen Buckel, der ihren Vorderbeinen mehr Kraft verleiht. Generell sind die Gliedmaße des Braunbären ausgesprochen kräftig, was ihn zu einem guten Läufer macht. Auch sind die Zehen erstaunlich beweglich, wobei sie jeweils von einer langen Klaue bekrönt werden. Mit diesen Krallen wird gegraben oder die Borke von Bäumen zur Seite gezogen, um sich an den darunter lebenden Insekten zu laben. Braunbären haben einen ausgesprochen schlechten Sehsinn und ein eher durchschnittliches Gehör, dafür ist ihr Geruchssinn jedoch außerordentlich gut.

Anders als im Wald von Elwynn gelten sie hier jedoch als präsentestes Lebewesen des Waldes und recht genügsame Genossen, die in erster Linie ihre Verteidigung und die Verteidigung des Bärenhaines anstreben. Sie vermeiden Humanoide, wenn sie sich nähern, werden aber nicht zu verachtend gefährlich, wenn man sich ihnen deutlich annähert und verteidigen sich und ihre Jungen bis aufs Blut. Im Bärenhain sind die Arten von Bären recht Farbenfroh. Man findet auch seltener verschiedene Schwarze und Weiße Vertreter als Unterart, doch der Braune Bär ist der häufigste.

Verbreitung: Bärenhain, Nebelmoor, Roc-Zacken

Größe: bis zu 2,8 Meter Körperlänge

Gewicht: bis zu 600 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger


Feuerstich

„Glaubt mir, dieser kleine Bewohner des Klagetals ist ein wirklich lästiger Begleiter. Der kleine Feuerstich ist ein mittelgroßer Skorpion mit einem soliden Gift. Er tarnt sich in der Savanne mit seinem nach trockener Erde aussehenden Panzer, während seine Klauen und sein Stachel mit einem rötlichen Gift überzogen sind, das, wenn es in Kontakt mit Sonnenlicht kommt, glühender Erde oder sogar Feuer in seinem Schein gleichkommt. So vertreibt er Räuber, mit der Angst vor dem Feuer. Gleichzeitig hat auch sein Gift Eigenschaften von Feuer angenommen, wenn er sticht oder kneift dann brennt es unglaublich. Der Schmerz ist je nach Körpermasse wirklich überwältigend und lähmend. Dem durchschnittlichen Menschen bereitet es wirklich schreckliche Schmerzen, aber wirklich lähmend, ist es erst gegenüber kleineren Kreaturen wie Flamingos, Schildkröten, kleinen Echsen, ja sogar Schlangen stehen auf seiner Speisekarte. Hütet eure Hunde und Katzen. Aber für gewöhnlich ist er ein versteckter Genosse, der allerdings das schreckliche Bedürfnis besitzt euch immer in den Fuß zu stechen.“

Eve Stirwin: Welt der Tiere


Wirklich viel mehr gibt es über den Feuerstich nicht zu sagen. Legenden besagen dass es neben dem "Kleinen Feuerstich" auch einen "Großen Feuerstich" gibt, allerdings scheinen diese Riesenskorpione entsprechend seltener zu sein oder deutlich weiter im Süden zu existieren. Mit ihrer Größe wird auch die Menge ihres Giftes größer, wodurch sie auch größere Kreaturen durch den Schmerz den sie in ihnen auslösen, lähmen können. Die Schmerzen dieses "Feuerscheingiftes" halten einige wenige Minuten an, bis sie abgebaut werden. Das Gift kann über Nahrung oder direkte Verwundung aufgenommen werden, weshalb der Feuerstich nicht als essbar empfohlen wird! Ansonsten gilt dieser Skorpion eher als Plagegeist bei den Abenteurern von Tel Avadi, lauern sie meistens unter der Erde um ihr glühendes Gift vor Entdeckung zu schützen, aber auch um die Wärme aus der Tiefe und von der Sonne gleichermaßen zu genießen, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Nähert sich potentielle Beute, springen sie aus ihrem Loch und vergiften ihr Opfer um es möglichst schnell zu lähmen und dann töten zu können. Wenn Raubtiere oder Abenteurer sie aus ihrem Bau aufscheuchen, oder mit aufstampfen, graben oder springen erschrecken, springen sie ebenfalls aus der Erde heraus, präsentieren aber die wie Feuer glühenden Klauen und den Schwanz, stechen zu und ziehen sich ins hohe Gras zurück. Gegen die meisten unvorsichtigen Räuber genügt der Schreck, des plötzlichen 'Feuers', welches da aufspringt. Dieses glühende, wie flüssiges Feuer wirkende Gift findet durchaus gerne als Verhörmedium Verwendung. Die entstehenden schweren, brennenden Schmerzen die sich durch die Adern verbreiten, bringen viele Opfer zum reden. Leider ist dieses Vergnügen nur von kurzer Dauer von einigen wenigen Minuten, während das Sammeln des Giftes entsprechend mühselig ist.

Es heißt, dass Feuerstiche die Nähe zu Hitzequellen suchen. Die Verfügbarkeit solcher Wärme scheint ihre Größe auch durchaus zu beeinflussen, wodurch diese Tiere teilweise in den Feuerhöhlen unter der Savanne, bei entsprechender Nahrungsverfügbarkeit zu höherer Körpermasse neigen.

Verbreitung: Klagetal, Aschenwüste

Größe: bis zu 0,5 Meter Körperlänge

Gewicht: bis zu 1 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger


Flusspferd

„Lasst Euch nicht von diesen plumpen, tumb wirkenden Tieren täuschen, die schwabbelig am Flussufer dösen oder träge im Wasser umhertreiben. Von jetzt auf gleich greifen sie an, bevorzugt einem Rammbock gleich mit gesenktem Schädel, und dann gibt es kein Halten mehr. Dicke Platten aus Knochen schützen ihren Körper, und wenn es ein Tier gibt, dass einem zwergischen Dampfpanzer am Ähnlichsten ist, dann sind es wohl diese hier. Sie mögen ja ganz drollig wirken, wie sie langsam durch das Wasser gleiten. Aber gefährlich sind sie, so gefährlich, dass die abimesischen Fischer, wie ich mir sagen ließ, sie mehr fürchten, als Krokolisken.“

Eve Stirwin: Welt der Tiere


Flusspferd erreichen ohne Schwanz eine Körperlänge von etwa zwei Metern, mit Schwanz fast das Doppelte. Auffällig sind die Panzerplatten aus Horn, die sie zwar am ganzen Körper aufweisen, die jedoch im Nackenbereich so dick und schwer werden, dass es hier wie eine verhärtete Mähne wirkt. Zwischen diesen dicken Platten ist die Haut der Tiere, die stets glitschig und feucht wirkt, mit kurzen, borstigen Haaren bedeckt, wobei sie sie an der Schnauze eine Reihe längerer Borsten tragen, die wie Schnurrhaare funktionieren. Der Schädel eines Flusspferds ist gewaltig und lässt das Tier besonders durch die langen, nach oben gewandten Hauer noch gefährlicher erscheinen. Abgesehen von diesen riesenhaften Hauern jedoch ist der Rest der Zähne klein und flach. Bemerkenswert ist noch, dass sowohl die Nasenlöcher, die Augen und auch die Ohren alle so auf der Oberseite des Kopfes liegen, dass wenn das Tier im Wasser liegt, nur diese über die Oberfläche schauen.

Den Tag verbringen die Flusspferde im Wasser und dösen vor sich hin. Wenn es dann dunkel wird und die erbarmungslose Sonne sie nicht länger in die Gefahr bringt auszutrocknen, dann gehen die Hippos an Land. Hier zeigt sich, warum sie Fluss’pferd’ genannt werden, denn genau wie ein Solches grasen sie dann und entfernen sich zu diesem Zweck auch durchaus weiter vom Ufer ihres heimischen Gewässers, zu dem sie dann in der Morgendämmerung zurückkehren. Flusspferde leben in kleinen Haremsgruppen von höchstens vier erwachsenen Tieren und deren Jungen. Dabei sind die Bullen ausgesprochen übervorsichtig was den Schutz ihrer Kinder und Damen gegen andere Verehrer angeht. Selbst eigene Söhne werden vertrieben, sobald sie geschlechtsreif sind. Kommt es zur Konfrontation, so ergehen sich die Tiere in langen und harten Kämpfen, bei denen sie versuchen, sich mit ihren Hauern im Halsbereich zu verletzen. Hier erfüllt der schwere Panzer einen guten Zweck als Rüstung. Wie eingangs zu lesen war, sollte man lieber einen Bogen um diese Tiere machen. Selbst, wenn man sie vom Ufer aus betrachtet, so ist vorsicht geboten. Ein herbeistürmender Flusspferdbulle oder eine Kuh, die ihr Kalb zu beschützen sucht, können so schnell wie ein Turnierpferd werden. Und wer will schon im Weg dieser Kolosse stehen?

Verbreitung: Bärenhain, Klagetal, Aschenwüste, selten im Nebelmoor und Dschungel

Größe: bis zu 4,5 Meter Körperlänge

Gewicht: bis zu 4000 Kilogramm

Auftreten: in kleinen Gruppen


Fruchtbär

„Der Fruchtbär, den die Abimesen Bruan nennen, ist ein eigenartiger Zeitgenosse. Er lebt nicht am Boden, wie’s unser Braunbär tut, sondern klettert durch das Geäst der Bäume und ist dabei so behände wie ein Affe. Auch ist er völlig ungefährlich, ja, sogar ein sehr putziger Geselle, denn er frisst kein Fleisch, sondern nur Honig und Früchte, dazu selten einmal Blätter oder Vogeleier. Den Bauern jedoch ist er ein Gräuel, denn er dringt in ihre Plantagen ein oder frisst den Hennen die Eier weg.“

Eve Stirwin: Welt der Tiere


Fruchtbären haben lange, kräftige Glieder, verglichen mit ihrem an sich eher kleinen und pummelig wirkenden Körper. Auch ihre Krallen sind, im Größenverhältnis, länger als die eines Braunbären, sodass sie sich perfekt zum Klettern eignen. Diese kleinsten aller echten Bären stellen nur selten eine Gefahr für Leib und Leben dar, eine Mutter mit Jungtieren jedoch verteidigt diese mit großer Aggressivität. Die meist zwei Jungtiere werden von der Mutter gesäugt und großgezogen, wobei Geburt und Aufzucht im Freien stattfinden und nicht wie beim Braunbären in einer Höhle.

Verbreitung: Bärenhain, Nebelmoor, Dschungel

Größe: bis 1,2 Meter Körperlänge, 85 Zentimeter Körperhöhe

Gewicht: bis 80 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger


Gajah

„Vom Behemoth, auch Elefant genannt: Gar wunderlich anzuschauen sind die Rüssler, wie man sie nur noch auf den Inseln im Süden anzutreffen vermag. Auch in den eisigen Steppen des Nordens hat’s diese Biester, wo ihnen zotteliges Fell wächst. Hier jedoch, auf den Inseln, ist ihre Haut fast ganz nackt. Bloß um den Hals wie eine Mähne haben sie noch kurzes Fell. Sie sind riesengroß, haben lange Nasen und Hauer von schier unglaublicher Länge. Mit ihrem Nasenrüssel essen und trinken sie, spritzen wie aus einem Schlauch mit Wasser herum, wenn sie spielen. Sie sind so stark, dass sie einem Drachen das Kreuz brechen können, und vor nichts haben sie Angst, außer vor kleinen Mäuschen, denn sie fürchten, dass die Mäuse in sie eindringen und sie von innen auffressen könnten. Es sind ausgesprochen friedliche Gesellen, außer sie sind in der Brunft, die der Abimese Must nennt, oder man will sie jagen. Dann können sie rasend werden und haben manchen Unvorsichtigen einfach totgetrampelt.“

Eve Stirwin: Welt der Tiere


Tatsächlich gab es die mächtigen Behemoths vor langer Zeit auch in den östlichen Königreichen. Hier jedoch sind sie lange ausgestorben, sodass sich nur noch Relikte der einstigen Population auf den Inseln des Südmeers gehalten haben. Es sind sehr friedliche Tiere, die selbst, wenn man in ihr Revier eindringt, eher versuchen auszuweichen, als direkte Konfrontation zu suchen. Kommt es jedoch zum Kampf, so lassen die Tiere nicht von ihren Gegnern ab, bis sie sie erfolgreich vertrieben haben. Es ist dabei erstaunlich, wie leise die Tiere sich bewegen können, ihrer Größe zum Trotz. Eine durch den Wald streifende Gajah-Herde hört man meist erst Sekunden, bevor man sie auch erblickt. Mit viel Mühe kann man die Gajahs, wie man in Tel Abim diese Tiere nennt, auch zu Nutztieren abrichten. Im Sultanat ist diese Praxis durchaus gängig und doch mystisch-verklärt. Denn um einen Gajah zu zähmen, ist ein Mahout notwendig. Die Technik, die Mahouts anwenden, um ihren Gajah, mit dem sie eine lebenslange Bindung eingehen, zu zähmen, wird Gajahsastra genannt und ist schwer zu erklären.


„Der Mahout beugte sich herab und flüsterte seinem Bullen Al’Ankrah etwas ins Ohr. Das treue Tier, bis eben noch vollkommen ruhig und in tiefer Entspannung damit beschäftigt, mit seinem Rüssel Heu aus einer Raufe zu pflücken, begann plötzlich unruhig zu Grummeln, ein Geräusch, dass noch in meinen Lungen nachschwang. Die bernsteinfarbenen Augen hoben sich, und spähten wachsam umher, während Al’Ankrah nervös begann, mit den Ohren zu fächeln. Und dann, ganz plötzlich, trompetete er laut und rannte, seinen Mahout auf dem Rücken, voraus, wie als Zeichen für uns, ihm zu folgen. Ich gab meinem Pferd die Sporen, und so ritten wir, diesem gewaltigen Koloss folgend, auf das Lager der Piraten zu. Nie werde ich diesen Anblick vergessen können, mein lieber Bruder. Mit einem Bambus-Stock, der etwa eine Elle lang war, tippte der Mahout seinem Bullen mal gegen die Ohren oder mal auf den Kopf, ohne ihn auch nur einmal zu schlagen, und das Tier warf sich, scheinbaren Befehlen folgend, wie ein Dampfpanzer gegen die Feinde, erschlug sie mit seinem Rüssel oder zertrat sie wie Fliegen unter seinen gigantischen Füßen. Wahrlich, stelle Dir ein Heer vor, das diese Mahouts einsetzt. Sie wären nicht besiegbar. [...] Unsere Verluste waren unermesslich, als die Piraten uns eingekesselt hatten. Ich hörte plötzlich das klagendste Trompeten, dass mir jemals zu Ohren kam, und dann sah ich, was passiert ist: Najeed, der Mahout Al’Ankrahs, war von einer Musketenkugel verletzt und vom Rücken seines Tiers gefallen. Nun gab es kein halten mehr, und ich schwöre Dir, dass es blinde Rache gewesen sein muss, denn Kugel um Kugel schlug in den Leib des mächtigen Behemoths, der aber auch den Hinterbeinen stehend noch gut zwanzig Piraten tötete, bis sie ihn mit einer Kanonenkugel abgeschossen hatten. Warum, magst Du Dich nun fragen? Das habe ich meine Gefährten später auch gefragt. Jedes Pferd wäre ja fortgerannt. Aber sie sagten mir, dass Al’Ankrah auch im Tod noch seinen Mahout verteidigte.“

Robert von Turmscheidt: Abenteuer in der Südsee


Die Insel-Gajahs erreichen eine Schulterhöhe von etwa zweieinhalb Metern und haben eine dicke, graublaue Haut, die mit zahllosen, kleinen Härchen übersäht ist und im Alter immer weiter ausbleicht. Der Kopf ist mit dicken Hornplatten bedeckt, die sich bis auf den Rüssel fortsetzen und am Hinterhaupt in einer Art Schild enden, aus dem mehrere Hörner hervorragen. Die Stoßzähne, die bis zu eineinhalb Metern Länge erreichen können, ragen leicht gebogen nach vorne, ein kleineres Paar zusätzlich zur Seite. Gajahs leben in kleinen Gruppen, die von einer ältesten Kuh angeführt werden. Diese Gruppen setzen sich aus weiteren Kühen und ihren Kälbern zusammen. Bullen dagegen sind Einzelgänger. Erstaunlich ist dabei, wie schreckhaft wilde Gajahs sind. Plötzliche Bewegungen oder laute Geräusche können eine ganze Herde in wilde Panik versetzen und kann entweder zu einer Massenflucht oder zu unangenehmen Konsequenzen für die Quelle des Ungemachs führen, namentlich zu einem wilden, amok-artigen Angriff.

Verbreitung: Klagetal, selten in der Aschenwüste oder im Bärenhain

Größe: bis 2,8 Meter Schulterhöhe

Gewicht: bis 4000 Kilogramm

Auftreten: Kleine Gruppen (Kühe und Kälber), Einzeln (Bullen)


Hirsch

„Der Hirsch, mit dem mächtigen Geweih, durchschreitet er die Wälder des Bärenhains und ist damit eines der am häufigsten gesehenen Tiere. Das Wild dieser Wälder ist eine klassische Delikatesse auf dieser Insel, unter den Tigersöhnen und den Abimesen gleichermaßen. Er bewegt sich mit unglaublicher Gewandtheit durch die Wälder und kann hohe Geschwindigkeiten erreichen, während er keineswegs auf Gewandtheit verzichten muss. Sein Geweih erreicht gewaltige Ausmaße und Prachten. Legenden besagen dass es immer einen weißen Hirsch in den Wäldern geben muss, eine Legende unter den Tigersöhnen dass aus irgendeinem Grund jedes Mal wenn der Weiße Hirsch erlegt wird, ein neuer weißer Hirsch geboren wird. Ich habe ihn bisher nur einmal gesehen, aber ihn niemals zu jagen gewagt.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Der Hirsch ist das klassische Wild im Bärenhain, in Begleitung von Hirschkühen und Zwergrehen offenbart er sich mit seiner Herde auf den Lichtungen der Wälder. Der Bast, das Geweih, das Fell, das Fleisch. Alle Dinge von der Jagd dieser Tiere wird verwertet und erfreut sich hoher Beliebtheit unter den Bewohnern der Insel. Im Falle einer Bedrohung beginnen die jungen Hirsche teilweise den Feind zu konfrontieren und heraus zu fordern um die Herde zu beschützen, während die Hirschkühe und Jungtiere die Flucht ergreifen. Die Hirsche stürzen sich jedoch keineswegs in einen Todeskampf, sie nutzen ihr Geweih zur Abwehr von Tigern oder anderen Räubern, nur um dann kurzerhand selbst die Flucht zu ergreifen.

Verbreitung: Bärenhain, seltener Nebelmoor und Dschungel

Größe: 1,40 bis 1,60 Meter, ältere Hirsche auch teils Größer

Gewicht: 100 bis 160 Kilogramm

Auftreten: Größere Gruppen und Herden


Honigleuchter

„Der Honigleuchter ist ein sonderbares kleines Wesen. Ich würde ihn nicht direkt als eine Bestie beschreiben, aber er ist auf jeden Fall erwähnenswert! Es ist eine heimische Bienengattung, die sich von den tropischen Bienen der Inseln abhebt, allein durch ihre Größe stechen sie durchaus hervor. Allerdings sind diese kleinen Wesen absolut friedfertig und tun keiner Fliege etwas zu leide, denn sie sammeln den Nektar örtlicher Blumen und wohnen in ausgehöhlten Baumstämmen oder bauen sich hängende Nester an Ästen. Sie produzieren einen sehr schmackhaften Honig, das muss man ihnen lassen! Aber sie verteidigen ihn mit ihrem Leben, wilden Bissen und Stichen. Aber dafür lohnt es sich. Die Tigersöhne wiederum haben einen weitaus besseren Nutzen daraus gezogen, denn die kleinen Honigleuchter produzieren nicht nur Honig, sondern sie leuchten auch im Dunkeln, wie der Name schon sagt und so dienen die von ihren leuchtenden Körpern erhellten Nester als Laternen in ihren Städten und Lagern. Aber achtet darauf nicht daran zu stoßen!“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Der Honigleuchter, der Honigproduzent und seltener Bestäuber der örtlichen Flora. Ein kleines, friedliches Insekt das im Norden der Insel heimisch ist. Unter den Abimesen werden diese kleinen Wesen durchaus häufig mit Glühwürmchen verwechselt, sind ihre deutlich kleineren Vettern doch deutlich häufiger auf der Insel zu finden. Der Honigleuchter ist ein eher seltener Anblick, aber man kennt ihn. Jedoch werden diese Insektenschwärme von den Tigersöhnen aktiv kultiviert und in ihren Lagern gehalten. So gilt der Honig von ihnen als beliebt unter den wilden Waldbewohnern, während die Stöcke eigentlich nur als summende Nachtlichter genutzt werden.

Verbreitung: Bärenhain, Nebelmoor, Dschungel, seltener südliches Klagetal

Größe: Kleines Insekt

Gewicht: Federleicht

Auftreten: Schwärme


Ke'a

„Der Ke'a ist ein niedlicher kleiner Vogel, obgleich man ihm kaum Ansehen mag dass es sich hierbei um einen Raubvogel handelt. Sein Name leitet sich von einem alten abimesischen Ausruf ab, den Leute geschrien haben wenn sie anderen Leuten ins Gesicht geschlagen haben. Er ernährt sich vorwiegend von den Kleintieren des Waldes und ist ansonsten ein vollkommen friedfertiger und äußerst kluger Geselle. Ähnlich wie viele andere der örtlichen Papageienarten kann man ihm das Überbringen von Nachrichten beibringen, genauso wie man ihn auf gezielte Jagd abrichten kann. Einige von ihnen mögen mein Haus, wie es scheint. Vielleicht locken die Krümel die ich hinterlasse Kleintiere an, auf die der Ke'a dann herabstürzt. Und an schlechten Tagen , scheint er Reste von meiner Wurst klauen zu wollen. Er ist ein wirklich schlauer Bursche.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Auch wenn man es ihm nicht ansieht, handelt es sich beim Ke'a um einen weit verbreiteten Raubvogel der abimesischen Inseln. Der Schnabel dient als Sturzwaffe um kleinere Kreaturen nieder zu schlagen oder aber die Panzer von Insekten zu zertrümmern. Er ist groß genug dass die Menschen von Tel'Abim in frühen Tagen angefangen haben ihn als Botenvogel abzurichten oder ihn für die Jagd zu trainieren, ähnlich wie Falken in den klassischen Königreichen der Menschen. Zu seiner Beute zählen vorallem Mäuse, Ratten und größere Insekten, wie auch Schalentiere. Er hat keine großen Ansprüche wie es scheint und ist ebenfalls ein fast generalistisch veranlagter Allesfresser, der ebenfalls vor unbewachtem Aas keinen Halt macht. Er ist schnell zutraulich, wenn man ihm Nahrung anbietet , aber ohne penetrant oder aggressiv zu werden. Unter den Abimesen wurde er als Botenvogel mittlerweile von kleineren, intelligenteren Artgenossen abgelöst, aber als Raubvogel noch immer abgerichtet.

Verbreitung: Bärenhain

Größe: 2 Meter Spannweite auf 1 Meter Körperlänge

Gewicht: Ca. 1,5 Kilo

Auftreten: Obwohl eigentlich Einzelgänger, finden sich oft viele Ke'as an der selben Stelle wieder, wenn es dort ein hohes Nahrungsangebot gibt.


Klagewespe

„Erst widerwärtige kleine Maden, die in jede Ritze, jeden Vorratsbeutel und vor allem unter jede Decke und in jeden Schlafsack kriechen. Dann kommen die Wespen und stechen, das brennt wie eiskaltes Feuer und zwingt dich in die Knie. Und du denkst dir, das schlimmste hättest du hinter dir. Wie falsch du doch liegst.“

Erzählungen einer Karawanenwache


Die Klagetalhäscher – eine Spezies welche ihrem Namen entsprechend primär im Klagetal Tel Avadis auftritt, wo sie sich gemäß den trocknen Bedingungen und dem felsigen Untergrund hervorragend einnisten können. Die Insektenart tritt in drei Formen auf, welche zumeist in einem knochigen weiß, einem grellen Gelb oder einem erdigen Rotton eingefärbt sind. Zunächst tritt die Spezies als Larve auf, welche sich aus der Erde heraus ausgräbt und Aas frisst. Sie scheinen sich primär an Gerüchen zu orientieren, weshalb sie bedauerlicherweise auch gerne in Vorräte oder Schlafstätten kriechen, vorrangig präferieren sie aber Kadaver – welcher Spezies ist dabei zweitrangig.

Nach einer noch unbestimmten Zeitspanne beginnen die Larven sich in kleinen, weichen Kokons einzuhüllen und entweder in für sie als sicher wirkenden Kadavern oder in der Nähe ihres Geburtsorts weiterzuentwickeln. Als Resultat ihrer ersten Transformation entsteht die Klagewespe.

Die Klagewespe ist im Gegensatz zu ihrer Larvenform in ein dickes Chitin gehüllt, ihr Körper in etwa 25-30 cm groß. Sie verfügt über kräftige Flügel und ein sehr robustes Fresswerkzeug, mit welchem sie sich sogar durch Lederpanzer oder Basiliskenhaut fressen kann. Diese erfüllen für Schwärme der Spezies vielfältige Aufgaben: Sie pflegen die Larven und erkunden die Umgebung der Niststätte kontinuierlich nach Nahrung oder Gefahren. Wenn sie eine Gefahrenquelle identifizieren, gehen die Wespen hochgradig aggressiv zum Angriff über, wobei ihr Stich für Humanoide sehr schmerzhaft, aber nicht tödlich ist. Opfer beschreiben die Auswirkungen wie ein kaltes Feuer, welches rund um die Einstichstelle pulsiert – aber selbstverständlich macht auch hier die Dosis viel Unterschied. Zudem scheint die Wespe ein Pheromon abzugeben, welches die klagenden Häscher noch auf Distanz von bis zu fünfzig Metern wittern können und welches sie in eine Art Kampf- und Fressrausch versetzt. Auch für die Wespe ist nicht klar, wann diese sich weiterentwickelt: Fakt ist, dass sie ab einer bestimmten Größe (oder vielleicht zu einer bestimmten Zeit?) mit der Eierablage beginnt. Weibliche Exemplare setzen ihre Eier in Larvengruben ab, welche dann von männlichen Exemplaren befruchtet werden. Nachdem dieser Prozess abgeschlossen ist, fliegen die Wespen zu hochgelegenen Felsvorsprüngen, um sich dort in einen harten Kokon gehüllt anzukleben.

Nach Abschluss dieser oft Wochen dauernden Transformation, ist die Wespe um ein Vielfaches ihrer Ursprungsgröße gewachsen. Mit bis zu 2 Metern Größe sind die klagenden Häscher die gewaltige Endstufe ihrer Spezies. Sie verfügen über bis zu 40 cm lange Fresswerkzeuge, die Fähigkeit ein Fleisch zersetzende Flüssigkeit auszuspucken und an ihrem nahezu ungepanzerten Hinterleib einen Giftstachel. Dieser setzt ein Gift ähnlich dem der Wespenform aus – nur in etwa hundertfacher Dosis. Für einen erwachsenen Menschen bedeutet ein Stich dieser Art, dass er im besten Fall mit kurzfristiger Lähmung zu kämpfen hat. Mehrere dieser Stiche sind dafür bekannt, Gajah lähmen zu können. Zum Glück für die Insel sind die Klagenden Häscher (und alle ihre Vorspezies) sehr territorial und nisten sich nur sehr langsam an neuen Plätzen ein. Sie stellen jedoch, wenn man sich ihren Habitaten nähert eine erhebliche Gefahr dar. Trotz allem erweisen sie dem Klagetal einen erheblichen ökologischen Dienst: Sie gehören zu den effizientesten Aasfressern und entfernen zugleich zu schwache Tiere aus dem System.

Verbreitung: Klagetal

Auftreten: Größere Schwarmgruppierungen


Nachtgreif

„Der Nachtgreif ist ein durch und durch seltsames Tier. Hoch droben in den Bäume lebt er und frisst Hörnchen oder Ratten. Fliegen kann’s nicht wirklich, so gleitet es eher. Gefiedert sind sie, aber sie haben auch Fell, sie legen Eier, aber sie säugen ihre Jungen aus Zitzen, wie es richtige Katzen tun. Das Licht alleine weiß, was es sich bei diesen Tieren gedacht hat.“

Eve Stirwin: Welt der Tiere


Tatsächlich sind Nachtgreifen erstaunliche Tiere: Sie legen, wie Vögel, Eier in einem Nest und brüten sie aus. Die Jungtiere jedoch werden von ihren Müttern einige Zeit lang gesäugt, bis sie kräftig genug sind, alleine auf Jagd zu gehen. Nachtgreife sind sehr, sehr scheue Tiere, die lediglich in der Abend- und Morgendämmerung jagen (und nicht wie der Name impliziert nachts!). Den Rest des Tages verbringen sie versteckt im Blattwerk von Bäumen oder in Höhlen, aus denen sie Tokane vertrieben haben. Ihre Nahrung besteht vor allem aus kleinen Säugetieren, Insekten und Reptilien, wobei jedoch auch schon beobachtet wurde, dass sie sich von über ein Gewässer hängenden im Sturzflug auf Fische haben fallen lassen und diese schwimmend zum Ufer brachten. Fliegen aus eigener Kraft können sie derweil übrigens nicht, allerdings sind sie dazu im Stande über weite Strecken zu gleiten.


Verbreitung: Bärenhain, Nebelmoor

Größe: bis zu 50 cm Körperlänge (+30 cm Schweif)

Gewicht: bis zu 7 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger


Netzweber

„Sie sind die Spitze der Nahrungskette, will man meinen. Doch die Spinnen von Farhat al'Sultan sind zurückgezogene Biester, sie verstecken sich in ihren Höhlen bis es Schattig oder Nacht wird. Nur selten sieht man sie wirklich bei Tageslicht draußen. Aber wenn sie aus ihren Höhlen heraus kommen, hütet euch vor ihnen. Für gewöhnlich kommen nur die Männchen heraus und gehen als Schwarm, oder aber als Einzelgänger auf die Jagd. Aber sie agieren offenbar im Gesamtbild als Schwarm um eine einzige Brutmutter herum, was für Spinnentiere eigentlich ungewöhnlich ist, aber in vielen Teilen Azeroths bei den größeren Spinnenvertretern häufiger vorkommt. Die Männchen jagen recht simpel, mit klebigen, lästigen Netzen und ihren Vorderbeinen die sie wie Speere in ihre Opfer treiben. Sie besetzen eine ganz einzigartige Nische mit den Stachelschweinen der Insel. Denn sie können zwischen den giftigen Stacheln hindurch stechen und ihr Panzer schützt sie vor den dem giftigen Stich, wenn sie sie angreifen. Die aktuelle Brutmutter hat eine Körperlänge von 6 Metern und mindestens 4 Meter Beinlänge. Die Männchen hören in guten Zeiten bei 4 Metern auf zu wachsen. Die Weibchen wachsen bis ins unendliche, bei gutem Futterangebot.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Die Netzweber sind, wie der Name bereits sagt, keine Giftspinnen. Diese gewaltigen Raubspinnen agieren als eine Art kleines Schwarmbewusstsein in ihren Nestern. Sie kommunizieren über verschiedene Formen von Klick- und Zischlauten und weisen dabei eine bemerkenswert hohe Intelligenz auf, während sie kooperativ als Schwarm agieren und kommunizieren. Des weiteren hinterlassen sie Duftspuren für ihre Artgenossen um Gebiete zu markieren, Territorien abzustecken oder um ihren aktuellen Status mit der Gruppe zu teilen. Die Jäger dieser Neste können eine klebrige Substanz produzieren welche ihre Weben bedeckt, gleichermaßen ist ihr Hinterleib derart angepasst, dass sie in der Lage sind bei einem besonders zähen Feind ihre Fäden als einen angestauten 'Netzwurf' auszustoßen. In Kooperation mit anderen Jägern, werden so auch besonders zähe Bestien zur Strecke gebracht. Die Tiere sind schwer zu verletzen, ihr Chitinpanzer ist äußerst dick und nur an Gelenkpunkten gut zu durchdringen. Aber einmal durchbrochen, vermag eines dieser Tiere sich nichtmehr von einem Bruch im Panzer zu erholen und wird von seinen Artgenossen getötet und gefressen.

Verbreitung: Bärenhain, Dschungel, Seltener im Nebelmoor

Größe: Weibchen: Unbegrenzt, Männchen: ca. 4 Meter Gesamtlänge

Gewicht: Bei 4 Meter Gesamtlänge ca. 120 Kilo

Auftreten: Ungefähr 5 bis 20 Männchen die sich um ein, bis maximal drei Weibchen tummeln


Netzweber-Lauerer

„Wenn man die Eier der Netzweber mit dem reinen Hass von Shadrill oder ihrer Mutter Shadra nähren würde, würden diese Bestien entstehen. Sie sind Kinder einer Netzwebermutter die wir "Shii'klajh" nennen. Während des großen Krieges zwischen Ausgestoßenen meines Volkes und den Stadtmenschen sind diese Kreaturen aufgetreten. Sie sind Mischlinge aus den Netzwebern und einer fremden Rasse die mit auf diese Insel gebracht wurde. Sie sind größer und schwerer gepanzert als die gewöhnlichen Netzweber, scharfe Stacheln schützen Gelenke und Panzerschwachpunkte. Ihre Beine sind messerscharf, wie Speerspitzen. Denen von Netzwebern vollkommen identisch, aber besitzen einige Keile um zu reißen. Sie jagen im Schwarm, hochintelligent und koordiniert. Ihre internen Strukturen werden durch Stärke festgelegt, dabei ist es einerlei ob es sich um einen Lauerer oder eine Netzweberkönigin handelt. Stärke wird respektiert, aber sie wird auch gerne oft genug herausgefordert, um zu sehen ob sie noch Stark genug ist oder ob man sie herausfordern kann. Diese Tiere sind geprägt durch eine grausame, fast schreckliche Intelligenz.“

Tigerlord Theza'yan: Ein Stapel Notizen in einem Tigersohnlager


Ähnlich wie die Netzweber sind die als "Lauerer" oder "Gestachelter Terror" bekannten Riesenspinnen, geschickte und intelligente Jäger. Allerdings scheinen sie nun das evolutionäre Gegengewicht zu den "Urpirschern" zu sein, die riesigen Tiger im Wald. Die Lauerer sind größer, kräftiger und besitzen einen Giftbeutel im Hinterleib der mit der Seidendrüse verwachsen ist. Diese Eigenschaft erlaubt es den Tieren ihr Gift nicht nur über die Zähne direkt in Bisse und Wunden zu injizieren, sondern auch ihre Netze damit zu überziehen. Kontakt mit offenen Wunden oder direkte Injektion hat eine schnelle Lähmung aller Nicht-Vegetativen Körperfunktionen zur Folge, das Opfer wird auf diese Weise daran gehindert Widerstand zu leisten und in Netze gesponnen um es Frisch den Jungtieren oder der Königin präsentieren zu können. Das Gift klingt innerhalb von maximal 15 Minuten bereits ab, zurück bleiben schwarze Adern im Umkreis des Bisses oder des Wundkontakts mit dem Gift, teilweise noch Monate nach dem Biss. Der "Gestachelte Terror" ist ein Mutant, dessen Kombinationen durchaus variieren können, was stärkere/größere und schwächere/kleinere Individuen zur Folge haben kann, offenbar verwäscht die Brut teils mit den Netzweberköniginnen. Der größte Teil dieser Tiere ist männlich, es kommen nur selten Weibchen hervor.

Verbreitung: Bärenhain, selten Klagetal

Größe: Durchschnittlich 8 - 10 Meter Gesamtlänge, selten Größer

Gewicht: Bei 8 Meter Gesamtlänge ca. 240 Kilo

Auftreten: Einzelne Tiere sind meistens in Netzweberschwärme integriert, teilweise unter sich in Gruppen/Schwärmen von 3 - 8 Tieren


Pou'akai

„Ein Spitzenprädator, ohne Frage. Der Pou'akai ist im Endeffekt nur ein anderer Name für die azerothische 'Nachtschwinge', einen gewaltigen Raubvogel des Großen Meeres der Seefahrern seit Generationen von kleinen Inseln im Meer aus auflauert. Seine Natur liegt im Fliegen. Diese Vögel tun den Tag über nichts anderes und können gewaltige Strecken überwinden und so wirklich von Insel zu Insel fliegen und darüber hinaus, ich bin mir sicher sie könnten kontinentale Strecken überwinden und einen Greifen wirklich herausfordern. Aber da die Greifen das Festland dominieren, hat der Pou'akai oder die Nachtschwinge nie jenes erobern können. Zu unserem Glück, denn das ist ein gefährlicher und grausamer Genosse. Wenn man einem Pou'akai am Boden begegnet, sollte man sich ruhig verhalten und keine hektischen Bewegungen machen, er greift ohne zu zögern an, wenn ihr ihm denn ins Auge fallt. Aber für gewöhnlich befindet sich dieser gewaltige Raubvogel am Himmel und hält nach Gajahjungtieren ausschau die sich von der Herde lösen, oder greift Tiger, Zhevras, Giraffen und Kondore an. Angeblich sollen auch fette Oger hoch auf seiner Speieseliste stehen, während kleinere Humanoide am Boden nicht wirklich von ihm beachtet werden.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Betrachtet man den Pou'akai fällt einem nichtnur seine unglaubliche Größe und Spannweite seiner Schwingen auf, sondern auch das intensiv gefärbte Federkleid, welches bei den Männchen ins Blaue tendiert, während es bei den Weibchen ins Violette geht. Für gewöhnlich sind die Weibchen aus irgendeinem Grund etwas größer als die Männchen, während die Rollen in der Familie offenbar gleichberechtigt sind. So ist es ebenfalls üblich dass das Männchen das Nest hütet und das Weibchen auf die Jagd geht oder anders herum. Eine Familie der Pou'akai besteht zumeist aus nicht mehr als zwei Elterntieren und ihren Jungen, die bereits nach kaum einem Jahr die Flugfähigkeit besitzen und zu gefährlichen Jägern werden. Trotz seiner Natur als brutaler Jäger, offfenbaren sowohl Männchen als auch Weibchen der Pou'akai eine besondere Liebe bei der Aufzucht und Pflege der Jungen. Sogar Flugunfähige, eingeschränkte oder missgestaltete Tiere werden großgezogen und zu gefährlichen Jägern gemacht. Abseits von dieser Gleichberechtigung allen Jungen und Geschlechtern seine Möglichkeiten zu gewähren, ist der Pou'akai kaum intelligent. Er agiert instinktiv und weist keine höhere Intelligenz auf wie der Ke'a beispielsweise. Es ist bisher kein Bestienmeister der Abimesen überhaupt dem Versuch eines dieser Tiere zu zähmen, lebendig entronnen.

Verbreitung: Roc-Zacken, Savanne, Bärenhain, Wüste

Größe: Weibchen: ca. 6 Meter Höhe, 14 Meter Länge, 17 Meter Spannweite Männchen: ca. 5 Meter Höhe, 12 Meter Länge, 15 Meter Spannweite

Gewicht: Ca. 200 Kilo

Auftreten: Selten, Einzelgänger oder kleine Familien


Riesen

„Wer kennt sie nicht? Die Bergriesen aus den Erzählungen über den dritten Krieg? Nun, die Abimesen kennen sie nicht. Aber trotzdem kennen sie die Steinriesen, ich vermute dass es sich um abgedriftete Vettern der Bergriesen Kalimdors handelt. Sie sind mindestens Haus-, wenn nicht sogar Turmhoch und besitzen einen Bart aus Stein, auf den ich neidisch sein könnte. Ich weiß von zwei Riesen und von zwei weiteren habe ich Theorien. Zwei Riesen leben direkt hier im Bärenhain, Grocklar der Steinriese des Nordens und Urgos der Riese des Ostens. Grocklar ist offenbar in Kontakt mit den Magien des Sumpfes gekommen, während Urgos friedlich an der Ostküste des Bärenhains umherwandert. Ich vermute dass es unter dem Hochgebirge, in den Minen die die Oger anlegen oder in den Tunneln auf die sie dabei stoßen, einen geschmolzenen Riesen gibt. Und ich habe Spuren im Hochgebirge gefunden, die darauf hindeuten dass dort ein gefrorener Riese umherstreift.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Anders als vielleicht vermutet handelt es sich bei den Steinriesen um sehr friedliche, wandernde Kreaturen die den Bärenhain und andere Teile der Insel durchstreifen. Sie interessieren sich nicht für die Belange der Sterblichen und lassen sie in Frieden, sofern nicht Jagd auf sie gemacht wird oder Personen versehentlich unter einem Fuß landen, weshalb die Tel'Avadische Bevölkerung über von Riesen getötete Personen zumeist lacht. Die beiden bekannten Riesen bestehen aus Stein und scheinen wohl mit den Bergriesen von Kalimdor verwandt, aber wurden mit der Zerschlagung scheinbar zusammen mit der abimesischen Inselgruppe vom Festland getrennt. Sie ernähren sich grundlegend von Mineralen, weshalb Menschen, Tiere und Pflanzen nichteinmal als nahrhafte Zwischenmahlzeit taugen. Während die Hinterlassenschaften ihrer Verwandten in Azshara von den Goblins als Azsharit begehrt werden, findet man auf Farhat al'Sultan keine solchen Spuren von kristallinen Hinterlassenschaften.


Verbreitung: Bärenhain, Roc-Zacken, Nebelmoor

Größe: Riesig

Gewicht: Wirklich Schwer

Auftreten: Selten, Einzelgänger


Rotfuchs

„Der gewöhnliche Rotfuchs den man in vielen Wäldern Azeroths findet ist auch hier ein sehr scheuer Geselle. Für gewöhnlich ergreift er die Flucht wenn man ihm über den Weg läuft und erst in der Dunkelheit kommt er heraus und traut sich manches Mal sogar an die Grenzen der Stadt um Abfälle der Arbeiter aufzulesen. Er gilt zwar als verschlagen und intelligent, zeigt aber nicht viel davon aufgrund seiner verborgenen Lebensweise im tieferen Wald.“

Eve Stirwin: Welt der Tiere


Der Rotfuchs ist ein kleiner, rotpelziger Hundeartiger mit weißer Schweifspitze und dunklen Beinen.

  • Verhalten: Im Volksglauben der Menschen gilt der Rotfuchs als listig und verschlagen. Tatsächlich ist dieses Tier ausgesprochen intelligent. Er ernährt sich von Beeren, Früchten, Insekten und kleineren Tieren, kurz, ist ein ausgesprochener Allesfresser, der zum Schreck von Bauern auch vor Hühnerställen nicht halt macht, wenn er die Stadtmauern umgehen kann. Ansonsten gilt er aber als seltener Anblick und als scheues Wesen. Für gewöhnlich gilt der Fuchspelz als ein hochwertiges Stück Kleidung der sich in die farbenfrohe Gestalt des Abimesen perfekt eingliedert und zugleich die erstaunliche Eigenschaft aufzeigt, Flöhe fern zu halten. Einen Fuchs zu erlegen gilt als Glücksfall, einen lebendig zu fangen als gesegnet oder gemogelt.


Verbreitung: Bärenhain

Größe: bis zu 1 Meter Körperlänge (+35 cm Schweif)

Gewicht: bis zu 20 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger, kleinere Familiengruppen


Runenhorn

„Die Runenhörner, nicht zu verwechseln mit den Runenhirschen, sind eine Art von Rind die man häufiger auf den kühleren Inseln des Südmeers antrifft, sie gehören zur Gattung der sogenannten "Moschushirsche", was ohne Frage von den nicht zu übersehenen Hörnern abgeleitet wird. Ich kenne sie vor allem von den Verheerten Inseln, wo sie den heimischen Vrykul als Vieh und Lastentiere dienen. Ansonsten kennt man natürlich noch die Yaks der Pandaren als ihre fernen Cousins aus dem Süden. Dennoch ist mit diesen Wildtieren nicht zu spaßen, sie sind zwar friedlich, wissen sich aber mit ihren gewaltigen Hörnern zu verteidigen. Selbst die Weibchen besitzen die sechs charakteristischen Hörner die den Hals- und Rückenwirbeln, wie dem Schädel entwachsen. Meistens grasen sie friedlich in kleineren Herden und geraten erst in Panik, wenn ein Pou'akai sich auf Jagdhöhe zu ihnen herabstürzt. Der Versuch dieser riesigen Raubvögel sich eines der jüngeren Tiere zu packen und zu töten, wird vor allem durch die bloße Existenz und den Hieb der Hörner von den älteren Tieren zu vereiteln versucht. Häufig holen sich die Pou'akai dabei Verwundungen, was erklärt warum sie zunehmend auf die Gajah im Klagetal umgestiegen sind. Dennoch, lässt es sich manchmal nicht nehmen, nach einem schlechten Tag, bei diesen Tieren sein ausgehungertes Glück zu versuchen. Dennoch bleibt der größte Feind des Runenhorns der Humanoide. Sowohl Mensch, Troll, als auch Ettin und Yeti. Aber auch die mutigeren Wolfsrudel können einzelne, alte, kranke oder junge Tiere reißen.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Die Runenhörner von Farhat al'Sultan sind vergleichsweise weit im Südmeer verbreitet, von Pandaria über Tel Abim bis zu den Verheerten Inseln, vor allem in Gebirgstälern, grasigen Hügellanden und kalten Taiga-Regionen. Durch ihr dichtes, wildes Fell sind sie vor Temperaturschwankungen wie auch vor Angreifern gut geschützt und können mit ihren Hörnern eine vielzahl von Angreifern in die Flucht treiben. Die Zähigkeit dieser Kreaturen erlaubt es ihnen, ihre Zahl in der Wildnis deutlich zu vermehren. Entsprechend schnell hat der Mensch sich ihre natürliche Ruhe, so wie ihre Zähigkeit zunutze gemacht um sie zu frühen Nutztieren zu domestizieren und ihre Zahl auf diese Weise zu kontrollieren. Gleichzeitig sind Humanoide Spezies die primären Fressfeinde dieser Wesen, mit primitiven Waffen oder roh angewendetem Intellekt ist man gut in der Lage diese fleischigen Tiere zu einer Mahlzeit zu zerlegen.

Verbreitung: Roc-Zacken, Selten Bärenhain

Größe: 5 - 8 Meter Körperlänge, 4 - 6 Meter Schulterhöhe

Gewicht: Ca. 2 Tonnen

Auftreten: Herden von bis zu 10 Tieren

Salzwasserkrokilisk

„Warum ich nicht zum Fischen fahre? Ich bin nicht lebensmüde, deswegen. Wir haben ein Magar im Hafenbecken, und mein Boot ist nur aus Ziegenhaut. Wenn es will, frisst es mich und das Boot dazu. Ich mache keine Scherze, als wir letztes Jahr gemeinsam eine der Bestien abgestochen haben, fanden wir in seinem Magen eine vier Schritt lange Eisenkette. In der Hauptstadt, ja, da sieht es anders aus. Da kannst Du, wenn Du stiehlst, dazu verurteilt werden nachts mit Fackel und Speer bei Ebbe durchs Hafenbecken zu waten um die Magara zu vertreiben. Arme Teufel…“

Ein abimesischer Fischer


Die größten Krokilisken Azeroths gibt es nicht nur im Frischwasser. Werden sie alt und groß genug, verlassen sie ihre heimischen Flüsse und ziehen ins Meer. Dabei können sie erstaunliche Strecken zurücklegen. An einigen dieser riesigen Räuber hat man Seepocken gefunden, die Distanz von Insel zu Insel ist für sie kein Problem - Und sogar in den Kanälen von Sturmwind soll es, angeblich, eines dieser Tiere geben. Salzwasserkrokilisken fressen alles, was sie überwältigen können. Es gibt Berichte davon, dass Augenzeugen gesehen haben wollen, wie sie durch einen Biss in den Rüssel sogar einen ausgewachsenen Gajahbullen töten konnten. Ob dies stimmt sei dahingestellt, doch Humanoide sind definitiv auf dem Speisezettel dieser Lauerjäger. Doch einen glücklichen Umstand gibt es: Kommt man zum ersten Mal an eine Wasserstelle sind Angriffe selten. Die Tiere beobachten dann zunächst. Dies mag der Grund sein, weshalb die Dschungelstämme niemals zweimal hintereinander das gleiche Ufer aufsuchen. Erstaunlich ist auch die Brutpflege der Krokilisken. Dazu legen die Weibchen einen Hügel aus verrottendem Pflanzenmaterial an, in dem die Eier vergraben werden. Um die Jungtiere kümmert sich das Weibchen, das während der gesamten Zeit nichts frisst, dann bis die Kleinen etwa die Länge eines Unterarms erreicht haben. Es transportiert sie in seinem Maul und beschützt sie gegen andere Räuber - Artgenossen eingeschlossen. Kommt dann jedoch die Zeit, da die Kleinen groß genug sind, sollten sie auf der Hut sein. Denn hier endet die Mutterliebe, und es gibt bestätigte Berichte davon, dass Krokiliskinnen die eigene Brut auffraßen.

Verbreitung: Nebelmoor, Dschungel, Klagetal, Aschenwüste (meist in Küstennähe oder in großen Flüssen)

Größe: je nach Alter bis zu 7 Meter Körperlänge

Gewicht: bis zu 1000 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger


Schildkröten

„Riesig sage ich euch! Wenn die Viecher erstmal richtig Fett geworden sind, dann schwimmen sie hinaus aufs Meer und zerbeißen mit ihrem Kiefer Schiffsrümpfe und wenn das nicht genug ist, dann speien sie sogar noch Feuer. Das sind keine Schildkröten mehr, das sind Drachen!“

Ein abimesischer Seefahrer


„Die Schildkröten, eine wunderbare Spezies und so vielfältig für ein Reptil. Eigentlich müsste ich kein Kapitel dafür in meinem Bericht machen, wenn es nur um die gewöhnliche Schnappschildkröte gehen würde, die in den Flüssen lebt und manche Abimesen die sie geärgert haben, bereits einen Finger gekostet hat. Nein, Nein. Ich spreche hier über die anderen Arten von Schildkröten. Meeresschildkröten und damit meine ich nicht unsere gemäßigten, schwebenden Freunde die durch manche Hafenbecken treiben, ich spreche von Meeresschildkröten die trotz allem Land- oder vielmehr Inselgänger sind. Drachenschildkröten. Es gibt sie eigentlich überall im Großen Meer, seit die Naga sie während des 3. Krieges unterworfen haben und diese Wesen als ihre Kriegsbestien nutzen um die Meere zu terrorisieren oder ihre Waren zu schleppen, sieht man sie nicht mehr häufig vollständig ausgewachsen in freier Wildbahn. Woran ihr merkt dass die Viecher Ausgewachsen sind? Merkt es euch, ihre Haut wird Rot und ihr Panzer schwarz, also zumindest sagen das alte Legenden, wenn sie vollständig Ausgewachsen sind, was aber nicht heißt dass sie nicht trotzdem noch weiter wachsen würden. Ich wette Shen-zin Su ist das obere Ende der Wachstumsmöglichkeiten. Was frisst der eigentlich?“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Die gewöhnlichen Schnapp- und Meeresschildkröten von Farhat al'Sultan sind keine herausragenden Bestien die in einem Bestiarium aufgeführt werden müssten, doch gibt es Abzweigungen von Schildkröten die nicht ganz so genügsam und Kleinwüchsig sind. Die legendären Drachenschildkröten in den Südmeeren sind die Größten aller Schildkrötenvertreter. Anders als man eigentlich annehmen würde, ist die Drachenschildkröte in ihrer Verhaltensweise unglaublich ambivalent. Die Pandaren nutzen seit Generationen eine ruhige und gemäßigte Spezies von Drachenschildkröten als Reittiere und haben ihre natürliche Tragfähigkeit weitergezüchtet. Wilde Drachenschildkröten nehmen jedoch in ihrer Aggressivität proportional zur wachsenden Körpergröße zu und während sie sich für gewöhnlich von Seetang und anderen Meerespflanzen ernähren, vermögen sie auch mühelos Fleisch und Knochen von Abenteurern, Seefahrern und anderen Kreaturen zu verdauen. Je größer sie werden, desto wichtiger wird der Aspekt des Allesfressers um den Nahrungsbedarf decken zu können. Mit einer kritischen Größe erringen die Tiere eine einzigartige Fähigkeit, die Namensgebende Feuerdrüse die diese Tiere einzigartig macht, sie ist der von Drachen nicht unähnlich jedoch um Weiten primitiver. Den Tieren ist damit erlaubt kurze Feuerstöße zu entfesseln, eine Nemesis für jedes Schiff auf hoher See das einem ausgewachsenen Tier begegnet. Es wurde jedoch seit Urzeiten keine solche Bestie mehr gesehen. Sie existiert im erster Linie in den Geschichten von Seefahrern.

Eine weitere Unterart der Schildkröten auf Farhat al'Sultan sind die örtlichen Manaflutpanzer in den nördlichen Sümpfen, die offenbar durch die vorherrschenden Energien mutiert sind, aber diesen Wohnraum auch nicht weit hinaus zu verlassen scheinen.

Verbreitung: Nebelmoor, Meeresküste von Farhat al'Sultan, Das Große Meer

Größe: Abhängig vom Alter, Ab 8 Metern gelten sie als "Ausgewachsen"

Gewicht: bis zu 6000 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger und Familiengruppen


Stachelschwein

„Vom abimesischen Stachelschwein: Etwa vier Spann groß wird das abimesische Stachelschwein, welches am ganzen Körper lange, starre Stacheln trägt. Man solle sich in Acht nehmen vor diesem Vieh, das das Unterholz des Dschungels durchwühlt, denn wie alle Tiere des Südens, so kann auch das Stachelschwein sehr gefährlich werden. Einige Verwandte dieser Stachelbestien wurden angeblich von Bestienmeistern im 3. Krieg in den Dienst der Horde geführt, wobei diese Verwandten sogar in der Lage waren ihre Stacheln auszuwerfen und einem Feind entgegen zu schleudern.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Das Stachelschwein, weithin auf Azeroth auch bekannt als 'Stachelbestie', erinnert entfernt an ein handelsübliches Wildschwein, allerdings erkennt man sofort den Unterschied, wenn man einen genaueren Blick auf dieses Tier wirft: Die langen Stacheln, die ihm aus dem gesamten Torso ragen, sind worauf es ankommt. Das in Herden lebende Tier ist im allgemeinen recht scheu, fühlt es sich bedroht, so stürmt jedoch die gesamte Herde auf die Ursache der Bedrohung zu. Die Stacheln sind so scharf und spitz, dass sie die Haut des unglücklichen Opfers leicht anzuritzen vermögen, und dann sollte man schleunigst Hilfe suchen. Das Gift führt zu Lähmungserscheinungen und Verwirrtheit. Schwache Personen oder Kinder kann es sogar durch Herzstillstand, Lungenlähmung oder Organversagen töten. Das macht Stachelschweingift zu einem beliebten Meuchlergift in den Gassen von Tel Abim.

Die Oger von Gor'gar haben begonnen diese Stachelschweine auf Größe und Stärke zu züchten, mithilfe seltsamer Fütterungsrituale und der Kombination von ordentlichem Erbgut, haben sie die Tiere auf Größe gezüchtet, jedoch haben diese wiederum an Stachelschärfe eingebüßt und auch das Gift verloren. Sie eigenen sich, einem zahmen Wildschwein, wie die Oger sie gerne haben, entsprechend zum Reiten, Kämpfen, Transportieren und Essen.

Verbreitung: Bärenhain, Nebelmoor, Dschungel, Klagetal

Größe (Wild): bis zu 1 Meter Körperlänge und 80 Zentimeter Schulterhöhe Größe (Domestiziert): bis zu 2,5 Meter Körperlänge und 1,8 Zentimeter Schulterhöhe

Gewicht (Wild): bis zu 80 Kilogramm Gewicht (Domestiziert): bis zu 220 Kilogramm

Auftreten: Herden von bis zu 20 Tieren


Sumpfkrokilisk

„Von den Krokilisken: Zwei bis vier Schritt messen die Krokilisken, welche man nur im Süden findet, wo sie in Sümpfen oder an Flussläufen auf Beute lauern. Wo die meisten Echsen Pflanzen fressen, haben es die Krokilisken stets auf lebende Beute abgesehen. Die reißen sie mit ihrem Maul, das beinahe einen Schritt in der Länge misst und mit Zähnen besetzt ist, die schärfer sind als Messer. Aufpassen muss der Reisende, weil die Krokilisken gut getarnt sind, und eh man sichs versieht, haben sich etliche von ihnen zusammengeschart und umringen einen. Das ist eine gar tödliche Falle, obschon ein einziger Krokilisk gefährlich genug sein kann: Nicht nur, dass es mit dem Schwanz harte Schläge austeilt, dieweil es mit aufgerissenem Maule angreift, auch ist es zäh, denn die harte, ledrige Haut ist nur schwer zu durchdringen, und das Krokodil kann allerhand einstecken, bevor es von seiner Beute ablässt.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Der Name des Sumpfkrokilisken ist irreführend, denn eigentlich kommt er in allen Gewässern vor, die warm genug sind und lehmige Ufer haben, in denen er seine bis zu zehn Meter langen Bauten anlegen kann. Dort hinein ziehen sich diese Tiere zurück, wenn die Witterung zu kühl wird, um Winterschlaf zu halten, und genau zu dieser Zeit stellen die Jäger ihnen nach, um die wehrlosen Tiere auszugraben, zu töten und aus ihrer unsagbar zähen Haut Rüstungen zu machen. Sumpfkrokilisken können für Humanoide durchaus gefährlich werden, denn meist reißen sie ihr Opfer ins Wasser und halten es dort schraubstockartig mit ihrem mächtigen Kiefer umklammert, um es zu ersäufen.

Verbreitung: Nebelmoor, Bärenhain, Dschungel, Klagetal, Aschenwüste

Größe: je nach Alter bis zu 4 Meter Körperlänge

Gewicht: bis zu 400 Kilogramm

Auftreten: Kleine Gruppen von bis zu 10 Tieren


Tiger

„Eine andere Gruppe der Katzen, der man ebenfalls den Rang einer Sippe oder Untersippe zugesprochen hat, vertritt der Tiger, eins der vollkommensten Glieder der gesamten Familie. Der Tiger ist eine echte Katze ohne Mähne, mit etwas starkem Backenbart und mit Querstreifen auf seinem bunten Fell. Aber er ist die furchtbarste aller Katzen, ein Räuber, dem selbst der Mensch bisher noch machtlos gegenübersteht. Kein Raubsäugetier kann mit wahrhaft verführerischer Schönheit so viel Furchtbarkeit verbinden, keines die alte Fabel von der jungen, naseweisen Maus, die in der Katze ein schönes und liebenswürdiges Wesen bewundert, besser bestätigen. Wollte man seine Gefährlichkeit als Maßstab seiner Bedeutung anlegen, so müßte man ihn unbedingt als das erste aller Tiere erklären; denn er hat, bisher wenigstens, dem Herrscher der Erde noch in einer Weise gegenübergestanden wie kein anderes Geschöpf. Anstatt vertrieben und zurückgeworfen worden zu sein durch den Anbau des Bodens und den weiter und weiter vordringenden Menschen, ist er gerade hierdurch mehr zu diesem hingezogen worden und hat stellenweise ihn verscheucht. Er zieht sich nicht so wie der Löwe aus bevölkerten Gegenden zurück, der Gefahr, die ihm Vernichtung droht, klüglich ausweichend, sondern geht ihr dreist oder listig entgegen und stellt sich mutig dem Menschen als Feind gegenüber, aber als heimlicher, unvermutet herbeischleichender und deshalb um so gefährlicherer Feind. Man hat seine Mordlust und seinen Blutdurst vielfach übertrieben oder wenigstens mit sehr grellen Farben geschildert; wir dürfen uns jedoch hierüber nicht wundern: denn für diejenigen, die ihn schildern konnten, ist er allerdings der Inbegriff aller Grausamkeit. Noch heutigen Tages bewohnen den Süden eine furchterregende Anzahl von Tigern, und noch gegenwärtig müssen dort Tausende von Menschen aufgeboten werden, um eine Gegend, die sonst der Verödung anheimfallen würde, zeitweilig von dieser schlimmsten aller Landplagen zu befreien.“

Eve Stirwin: Welt der Tiere



„Die Tigersöhne haben diese Kreaturen als ihre Begleiter auserwählt. Neben den Bären, den Stachelbestien (Stachelschweinen) und den Ke'a sind diese Tiger ihre treuesten Verbündeten. Aber sie haben noch viel mehr gemacht, ich habe einige Medizinmänner dabei beobachtet wie sie in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich begonnen haben diese Tiere auf die Größe ihrer Pandarischen Verwandten zurück zu züchten. Sie gewähren diesen Tiere verschiedene Naturmagische Segen eines lokalen Tiergeists. Einige werden wirklich groß und kräftig, aber auch eigensinnig, sie machen sich auf und davon und leben verborgen an der Grenze zwischen Bärenhain und Dschungel. Diese Urpirscher, wie sie sie nennen, werden ihnen sicherlich in ein paar Jahren als treue Begleiter und Reittiere dienen, wenn sie ihre Rudelaffinität aus dem Klagetal bewahren können. Die Urpirscher werden zwei, bis sogar drei Mal so groß wie die örtlichen Tiger und unter ihnen gibt es auch Tiger mit Grauem bis weißem Fell.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Die Tiger von Farhat al’Sultan sind nicht ganz so riesenhaft wie ihre Verwandten aus Pandaria oder dem Schlingendorntal. Dennoch erreichen sie ausgesprochen stattliche Ausmaße und stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für jeden dar, der sich unvorsichtigerweise in ihr Revier wagt. Als Lauerjäger schlagen sie aus dem Hinterhalt zu und haben verschiedene Jagdtechniken: Kleinerer Beute, wozu auch Humanoide bis zu Menschengröße zählen, werden durch einen Biss getötet, mit dem der Tiger ihnen einfach das Genick bricht. Größere Beutetiere, wobei das Spektrum hier sogar an junge Elefanten oder Kodos heranreicht, jagen Tiger auf andere Art und Weise. Sie durchtrennen ihrer Beute mit einem Biss in die Ferse die Achillessehne und pressen ihnen dann mit einem Biss in die Kehle die Luftzufuhr ab, bis die Beute erstickt ist. Doch nicht nur Landtiere werden gerissen, als ausgezeichnete Schwimmer stellen Tigern auch Krokilisken, Fischen und mit wagemutigen Sprüngen Vögeln nach. Als Einzelgänger trifft man Tiger selten in Gruppen an, doch wurden sie auf Tel Avadi schon in solchen gesichtet. Besonders in der Savanne kommt es interessanterweise dazu, dass sich kleine Rudel bilden, vermutlich, weil es hier besonders viele große Beutetiere gibt.

Verbreitung: Bärenhain

Größe: bis zu 2 Meter Körperlänge, bis zu 70 Zentimeter Körperhöhe

Gewicht: bis zu 120 Kilogramm

Auftreten: Einzelgänger, in der Savanne kleine Rudel von bis zu fünf Tieren


Wüstenkondor

„In einem Land in dem jedes Bisschen Wasser und Nahrung kostbar ist, gibt es keinen Müll. Es wird nichts verschwendet und auch nichts liegen gelassen. Und während im Wald sich die Ke'a, oder mannigfaltige Kleintiere, Insekten und Pilze an den Überresten eines Tieres zu schaffen machen, tut das in der Wüste und der Savanne niemand. Und dafür schufen die Schöpfer den Kondor! Hier auf Farhat al'Sultan sitzt er vorallem in den südlichen Ländereien auf Steinen und Felsen herum und hält nach unvorsichtigem Getier ausschau. Haben sie so eines gefunden, warten sie nur auf Anzeichen von Schwäche um auf es herab zu stürzen und der erste am Kadaver zu sein. In anderen Situationen kreisen sie über der Beute eines Jägers und versuchen Teile davon zu stehlen. Der Er ist ein geduldiger und gerissener Geselle, während er herumsitzt und auf seine Chance wartet. Die Abimesen messen diesem Vogel nicht viel Wert bei. Er sieht schräg aus, wie sie sagen, hat kaum Federfarbe und wohnt dort wo niemand sonst wohnen will. Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Der Kondor kann in seinem Intellekt zwar nicht mit den Papageien mithalten, weißt aber ein nicht zu verachtendes Maß an Scharfsinn auf. Er kann einem gehörig auf die Nerven gehen und wenn man resigniert, beginnt er arrogant zu werden. Die Kondore können wirklich penetrant werden, wenn es um das Würstchen an deinem Feuer geht. Erst wenn sie eine Verletzung erleiden, machen sie sich aus dem Staub. Meine Würstchen habe ich trotzdem verloren.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Der Wüstenkondor ist eine klassische Art von Aasvogel, dem Geier und dem Roc von Azeroth in nichts nachsetehend, besitzt er jedoch nicht die drei großen Schwanzfedern die Roc und Geier besitzen und ist allgemein etwas kleiner als diese Greifvögel aus Westfall oder dem Ödland. Dennoch bewohnen sie die selbe Welt, wie sie. Das dichte, helle Gefieder schützt sie vor direkter Sonne auf dem Körper und erlaubt es ihnen auch in besonders heißen Regionen während der Mittagszeit draußen sitzen zu bleiben und auf Opfer zu warten die in dieser Zeit möglicherweise einen Kreislaufkollaps erwarten, wenn sie draußen umherstreunern. Mit Geduld und Scharfsinn, gilt er als ein effektiver Aasvogel, der stiehlt und selten eben auch selbst jagt und tötet, aber dabei möglichst viel Energie spart, indem er der Natur ihren Lauf lässt. Für gewöhnlich nisten sie auf hohen Felsen, während sie zur Nahrungssuche beliebige Felssockel, Bäume oder Gebeine aufsuchen um dort zu warten.

Verbreitung: Savanne (Klagetal), (Aschen-)Wüste

Größe: 3 bis 4 Meter Spannweite auf 1 bis 2 Meter Körperlänge

Gewicht: Ca. 6 - 15 Kilo

Auftreten: Einzelgänger, Untereinander konkurrierende Individuen bilden gelegentlich Gruppen um den selben Sitzplatz zu nutzen, oder auf das selbe Opfer jagd zu machen. Aber sich untereinander absolut nichts gönnen.


Wolf

„Ihr habt sie vielleicht vermisst, die Wölfe, bei dieser Größe auch oftmals "Worgs" genannt. Die klassischen Jäger die man ähnlich wie die Raptoren über all auf Azeroth finden kann. Und über all sind sie einander ähnlich. Es handelt sich bei diesen Wölfen, die vor allem in den Gebirgstälern der Roc-Zacken hausen, um im Rudel organisierte, intelligente Jäger. Ohne Frage sind dies Verwandte der Tiere die die Orcs zu Reittieren ausbilden und der Mensch zum Hund weitergezüchtet hat. Selbst diese Wildtiere sind vergleichsweise umgänglich, sodass einer meiner abimesischen Kollegen einen von ihnen an sich nahm um ihn auf zu ziehen. Er wurde ohne Frage zu einem soliden Begleiter, wenn man die Fähigkeiten eines Jägers besitzt! Der gezähmte Wolf ist ein treuer Gefährte. Ansonsten treiben sich die Wölfe des Hochgebirges vor allem in den alten Ruinen herum. Von der Sonne aufgewärmte, oder am Morgen kühl gebliebene Steinplatten und schattige Plätzchen machen diese Orte zu gemütlichen Wolfsbauten. Ansonsten natürlich Höhlen oder auch Abseits gelegene Bereiche im Unterholz.“

Shaemus Feuerbart: Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Der Wolf von Farhat al'Sultan unterscheidet sie kaum von den anderen Wölfen und Worgs auf Azeroth. Es ist eine weit verbreitete Gattung die sich über die ganze Welt verstreut hat. Sie gelten als getreue Jägerbegleiter und sogar als Reittiere unter den Orcs von Kalimdor. Dennoch ist ihre Wildheit und die Gefahr die sie ausstrahlen nicht zu vernachlässigen, ein geschickter Jäger kann aus diesem wilden Tier einen treuen Begleiter formen und doch ist ein Wolfsrudel in der Wildbahn der Schrecken eines jeden Abenteurers und Ackerbauern, die mit tödlicher Präzision eingekreist und letztlich gerissen werden.

Verbreitung: Roc-Zacken

Größe: 2 bis 4 Meter Körperlänge

Gewicht: Ca. 150 Kilo

Auftreten: Rudel von ca. 5 Tieren