Bärenhain

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Bäume und typische Bewohner des Bärenhains

Im Volksmund der Einwohner wird der Wald jenseits der Tore “Bärenhain” genannt. Ein gewaltiger, urwüchsiger Mischwald ist das. Derartige Forste kennen wir auf dem Festland schon gar nicht mehr, auch wenn das Land eine gewisse Vertrautheit ausstrahlt und dem elwynner Forst in gewissen Bezügen gleichkommt. Allerdings habe ich hier noch nicht einen Baum im Herbst Blätter verlieren sehen, sie grünen das ganze Jahr hindurch. Zunächst also zu den Bäumen:

Den Großteil davon stellen mächtige, turmhohe Steineichen und Sultanskastanien dar, deren Früchte man gut dem Vieh verfüttern kann. An den zahlreichen Fluss- und Bachläufen, die wir hier sehen wachsen auch alt wirkende Weiden mit hellgrünen Blättern, die ich deshalb Silberweide nennen möchte. Immer wieder finden sich, vor allem wo der Boden steiniger und karger wird, Südmeerzedern in diesem Wald und hier und dort auch Wacholderbüsche oder Lebensbäume. Eine Besonderheit sind einige wenige Bäume, die es hier recht häufig hat: Hoch wie ein Festungswall sind sie, die Rinde ist von dunkler Farbe und die Blätter gleichermaßen dunkelgrün. Eisenbaum nennt man sie hierzulande, und sie lassen sich kaum Fällen, ohne, dass man riskiert, die Axt stumpf zu schlagen. Selten erblickt man kleinere Bäume die sich wie Frauenkörper im Winde neigen, hierbei handelt es sich um Feenbäume die offenbar aus der Feder der Grünkinder stammen sollen, wie sich die Bewohner erzählen.
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Aber auch Sträucher und Büsche hat es viele, und stellenweise sorgen sie dafür, dass es gar kein Hindurchkommen gibt. Ich beobachtete Wilddornrosen und Silberblatt, dazu Lorbeer, Buchsbaum, wilde Brombeeren und sogar wilden Wein, aus dessen winzigen Früchten manche Leute einen sehr sauren Trunk brauen. Schön anzusehen ist es, wenn Magnolie und Rhododendron zu blühen beginnen.

Das ganze Jahr hindurch, als wolle die Natur mit aller Kraft zeigen, was für eine eitle Dame sie ist, blühen die schönsten Blümelein. Da, wo das Licht nur selten hinreicht, blüht so in kräftigem violett der Nachtschatten. Fuchsie, Stiefmütterchen, Veilchen, Krokus, Schlüsselblume, Sumpfdotter, Hyazinthe, Myrthe und Mohn dagegen lassen die Lichtungen zu bunt bemalten Leinwänden werden. Viele Kräuterweiber zieht es in den Wald, denn dort lässt sich allerlei nützliches Heilkraut finden: Flitzdistel, Scharlach- und Purpursalbei, Lavendel, Melisse, Pfefferminze, Bohnenkraut, Rosmarin, Blassblatt, Herzblüte, Jungfernleid Goldklee, Knob- und Bärlauch, Fenchel, Schlafmohn, Ringelblume, Beulengras, Erdwurzel, Khadgars Schnurrbart und Friedensblume wachsen hier in schönster Pracht. Und auch zu essen findet man, wenn man weiß, wo man suchen muss, dafür sorgen Wicklinse, Erdmandel und wilder Spargel. Doch Vorsicht ist geboten! Nicht alles, was hier wächst, tut gut. Trollkirsche, Schierling, Lethargiewurz und Eisenhut sollte man meiden.

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Allgegenwärtig im Wald ist leider der Moskito, der sich mit leisem Sirren ankündigt, ehe er zusticht und ein fast unaushaltbares Jucken verursacht, gegen das jedoch die Abimesen einige Mittelchen zu kennen scheinen. Käfer hat es viele in diesem Wald, genau wie Schnecken, Würmer, Spinnen und Asselviecher. Die schönen Schmetterlinge sind eine wahre Pracht, und nachts kann man leuchtende Motten beobachten, die, wie man mir versicherte, tagsüber auf dem Mond schlafen und nur kommen, wenn das Sternenlicht den Wald erhellt. Ameisen erweisen sich als kühne Baumeister und errichten hohe Hügel, die Tiere sind hierzulande größer als bei uns und können ganz furchtbar zubeißen. Die Bienen dagegen, von denen es viele gibt, haben keinen Stachel. Stattdessen beißen sie, was dann, wie ein Mückenstich, anschwillt und scheußlich juckt.

Von den Fischen stechen besonders die vielen, bunten Barsche hervor, die wie Farbkleckse in Bächen, Teichen und Seen erscheinen, aber furchtbare Rabeneltern sind, die nämlich immer wieder die eigenen Jungen auffressen und dann wieder herauswürgen. Die Aale, die hier vorkommen, sind groß und legen erstaunliche Strecken über Land zurück, winden sich nachts wie schleimige Schlangen über Land. Ferner hat es hier in Bächen und Flüssen noch die Mithrilkopfforelle, die Rotkieme, den Steinflossenbarsch, den Weisenfisch und den Prachtkarpfen, wobei Letzterer wohl von den Abimesen eingeschleppt worden ist, wie man mir berichtet hat.

An Kriechtieren hat’s hier Kröten und Frösche, wie wir sie auch in der Heimat kennen, und dazu kleine, an Land lebende Schildkröten, die die Abimesen gerne fangen und aufessen. Wehrhafter ist da die Schnappschildkröte, die der Grund ist, warum so viele Mütter ihren Kindern verbieten, in den Flüssen und Tümpeln schwimmen zu gehen, denn mit ihrem scharfen Schnabel kann sie ihnen Zehen und Finger abbeißen. Größer und gefährlicher ist da nur noch der Sumpfkrokilisk. Und wer sich unachtsam im Wald bewegt, der mag der Waldviper begegnen, der einzigen Giftschlange des Bärenhains.
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Erstaunlich ist, dass es auf ganz Farhat al’Sultan keine Raubvögel wie Falken oder Adler hat. Doch bedeutet dies nicht, dass es hier viel Ruhe vor Greifen hat, im Gegenteil: Ke’a nennen die Trolle die hiesigen Papageien, die sich ebenso mutig wie ein Habicht auf ihre Beute stürzen und einen gewaltigen Schnabel besitzen. Generell gibt es hier so viele Papageien wie nirgendwo sonst, und sie alle tragen trollische Namen: Die bunten, früchte fressenden Loris, die zahlreichen Ka’ka-Dus, die man morgens und abends an der Wasserstelle beobachten kann, die großen Arakangas, die mit ihren Schnäbeln Kastanien und Nüsse aufknacken können und zuletzt ein Vögelchen, das die Abimesen wirklich lieb gewonnen haben: Der kleine Wellensittich, ein Piepmatz von der größe eines Spatzen, der aber mächtig Radau machen kann. Neben den Papageien hat es hier noch Enten, die sehr schlechte Flieger sind. Auch Pfauen leben im Bärenhain, prachtvolle, bunte Vögel sind das. Und ansonsten finden sich allerlei Singvögelchen in den Bäumen, Blutfink, Chorlerche, Grünmeise und Sonnenspatz sind nur ein paar von ihnen.

Ratten, Hausmäuse, Waschbären und Hasen hat es bekanntlich überall, so wundert es niemanden, dass es sie auch hier gibt. Die Flüsse und Bäche werden zudem vom Biber bewohnt, der hierzulande keine Burgen baut, sondern tiefe Tunnel buddelt, in denen er dann haust. Neben ihm findet man auch Otter in den Flüssen und Teichen des Bärenhaines. In den Bäumen findet man dazu das braune Baumhörnchen, während sein pummeliger Artgenosse, das Grauhörnchen, tiefe Tunnel gräbt (und manchem Gärtner ein wahrer Todfeind ist). Auch Igel, Spitzmaus und Maulwürfe hat es hier, und sie tun sich gütlich an Schnecken und Würmern. Ganz schwarz wie die Nacht sind die Füchse des Bärenhains, was sie bei Nacht im Unterholz nur noch besser tarnt, wenn sie ausziehen um die Hühnerställe heim zu suchen.

Der oder die kleine Ralle ist des weiteren ein ehrbarer Jäger kleiner Fischchen, der sich aber stets in Acht vor größeren Raubvögeln und -fischen nehmen muss.

Shaemus Eisenbart, Bericht der Erkundung einer Insel im Sultanat Tel Abim


Der Bärenhain ist, nach irdischer Klassifikation, ein subtropischer, immergrüner Laubwald, wie man ihn auf unserem eigenen Planeten vor allem auf den Inseln der Azoren und auf Madeira finden würde.

Die größeren Kreaturen die den Bärenhain bewohnen, findet man im Kapitel Bestiarium von Farhat al'Sultan

Der Rote Wald

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Oder auch Der Blutwald genannt ist eine Zone innerhalb des Bärenhaines, eine tiefe Schlucht die die Landschaft durchzieht, in welcher die Bäume eine herbstliche Laubfarbe annehmen und in der auch ganz neue farbenfrohe Gattungen von Pflanzen wachsen, alles jedoch in einem Rot-Orangen Farbton, als würde dort das Blut der Erde hervortreten. Wie eine Wunde in der Landschaft.

Posten Namuru Mayit

Seit nicht all zu langer Zeit befindet sich in der Mitte des Waldes ein Fort, welcher im Namen der Amira für den Kampf gegen die Tigersöhne. Weitere tiefgreifende Informationen über den Posten gibt es unter Posten Namuru Mayit

Herbarium des Bärenhains

Allgemeine Kräuter

Während der Bärenhain in seiner Form eines wärmeren Laubmischwaldes, viele Kräuter und Pflanzen aus dem klassischen Azeroth beherbergt, so gibt es doch ein paar Sonderfälle die man in seiner Weite vorfindet. Während neben Beulengras an einigen Hauswänden und Lebenswurz an den vielen Wasserquellen und Flüssen vorfindet, so gibt es auch Kräuter wie Blassblatt auf den sonnigen Lichtungen, Brechwurzel im Osten an der Grenze zum Dschungel, die Erdwurzel an so einigen der felsigen Hänge, Friedensblume auf den weiten Wiesen und die Wilddornrose im Schatten der Bäume und im stetigen, symbiotischen zusammenspiel mit der Flitzdistel, welche sich auch zu gerne an das örtliche Maguskönigskraut heftet, welches man teils einfach im Gras des Waldes vorfinden kann. Weitere Vertreter sind wohl der Goldene Sansan und seltener in manchen Höhlenregionen des Waldes auch der Geisterpilz in Verbindung mit dem Köstlichen Höhlenschimmel, Jungfernleid, Königsblut, Lavendel, Lethargiewurzel, Schwammmorchel, der Schwarze Trüffel, das gewöhnliche Silberblatt welches sich im Schatten vieler Bäume breit macht, wie auch der gemeine Tabak, die Wildstahlblume oder auch der Würgetang.

Eine Ausführliche Sammlung verschiedenster, klassischer Kräuter. - Zu beachten ist dass nicht alle davon in den Breitengraden der aktuellen Insel vorkommen.[1]

Gefallener Stern

Eine in vergessenheit geratene Pflanze.

Kichernde Lotusblüte

Eine Pflanze, so selten dass sie kaum jemand bisher gesehen hat. Und dann auch nichts dazu aufgeschrieben hat.

Blutkappe

Ein Name ohne eine Beschreibung, in Vergessenheit geraten.

Nachtblüte

Niemand hat sich die Mühe gemacht etwas zu dieser Pflanze zu notieren. Sicherlich ist sie ausgestorben.

Exotische, eingeschleppte Kräuter

Einige Seefahrer aus dem fernen Zandalar treiben gelegentlich Handel mit den Kolonien von Tel'Abim und so gewaltig wie der Interkulturelle Markt in Dazar'alor selbst ist, kommt es nicht selten vor dass man mit anderen Inseln handel treibt. Nicht ohne Grund, fand der Meeresstängel seinen Einfluss auf den Inseln von Tel'Abim. Er ist ein magisches Gewächs das vergleichsweise penetrant und dominant wächst, aber aufgrund der Tatsache dass er nur Eingeschleppt wurde, bisher kaum auf der Insel Fuß gefasst hat. Der Meeresstängel wird nur selten für Tinkturen und Tränke mit magischen Eigenschaften genutzt, hat unter den Trollen und Menschen jedoch eine begehrte Eigenschaft. Selbst wenn der Stängel von der Blüte getrennt wird, zieht der Stängel noch Wasser und teilt eine magische Nahrungsverbindung mit der Blüte, sodass sie am Leben erhalten wird, selbst wenn sie abgeschnitten am fernen Ende der Welt ist. Seefahrer geben ihren Geliebten stets bevor sie aufbrechen die Blüte eines Meeresstängels, sollte der Seefahrer auf der Fahrt im Meer umkommen und ertrinken, zieht der Meeresstängel Salzwasser des Meeres und die Pflanze stirbt, denn es handelt sich um eine Süßwasserpflanze. So weiß die Geliebte in der Heimat, wenn die Blüte verstirbt, darf sie sich keine Hoffnungen auf die Rückkehr ihres Mannes machen. Es ist nicht selten vorgekommen, dass Meeresstängel absichtlich ertränkt wurden oder schlicht vergessen wurden, sodass Ehen absichtlich oder unabsichtlich zu Bruch gegangen sind.

Ebenfalls bekannt unter den Trollen hält sich das Sternenmoos, welches selten an den Hauswänden mancher Gebäude wächst und ebenfalls erst noch Fuß fassen muss. Die Blüte dieser Blume erscheint manchmal Rot und manchmal Blau, je nach Klimazone in der sie sich befindet und scheint sich auch vergleichsweise hartnäckig gegen jedes Klima zu halten, wobei sie dem örtlichen Beulengras die Gebäudeplätze nicht streitig macht, da sie sich nicht vom Boden aus hinaufrankt, sondern direkt über die Fassade wuchert. Auch diese Pflanze aus Zandalar beweist eine magische Natur, denn wenn man sie Pflückt, beginnt sie sich an den Emotionen ihres Sammlers zu nähren. Gedanken und Gefühle von Freude und Liebe halten dieses Moos auf magische Weise am Leben, wenn man sich auf sie fokussiert, nachdem man sie gepflückt hat. So vermag man diese Pflanze vor dem Verwelken schützen. Gleichermaßen wird diese Eigenschaft unter den Trollen verwendet um diese unverwelkte Blume zu zermahlen und zu verbrennen um diese gesammelten Emotionen der Freude als Rauch auf Rachsüchtige und ruhelose Geister anzuwenden und Ruhe und Frieden zu ihnen zurück zu bringen.